"Panama Papers" - Rotes Kreuz schließt jede Beteiligung aus

"Panama Papers" - Rotes Kreuz schließt jede Beteiligung aus

Wien - Das Österreichische Rote Kreuz weist darauf hin, mit dem durch die "Panama Papers" bekannt gewordenen Missbrauch des Namens der internationalen Hilfsorganisation im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen nichts zu tun zu haben. Um das klarzustellen, sei das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Zug, sagte Österreich-Generalsekretär Werner Kerschbaum am Rande einer Pressekonferenz in Wien.

Er wisse "sehr wenig" über die Causa, meinte Kerschbaum. Klar sei aber, dass all dies nicht auf Initiative des Roten Kreuzes passiert sei. Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca habe ohne Wissen des Roten Kreuzes das Logo und den Namen der Organisation verwendet, um Investoren ihre Investitionen aus humanitärer Sicht schmackhaft zu machen. "Aber da ist keinerlei Initiative vom Roten Kreuz ausgegangen."

Für das Rote Kreuz bedeute dies einen gewissen Imageschaden. "Wir werden auch entsprechende Maßnahmen ergreifen." Es sei das IKRK in Genf angehalten und auch schon dabei, Kontakte aufzunehmen und klarzustellen, dass es bei den Scheinfirmen keinerlei Beteiligung des Roten Kreuzes gegeben habe und dass die entsprechenden Handlungen ohne dessen Wissen gesetzt wurden, so Kerschbaum.

Nach Informationen mehrerer Medien soll die Kanzlei Mossack Fonseca den guten Ruf von Hilfsorganisationen missbraucht haben, um die wahren Besitzer von Briefkastenfirmen zu verschleiern. Den Berichten zufolge gründete sie mindestens zwei eigene Stiftungen, die zum Schein das IKRK unterstützen - ohne dass die Hilfsorganisation darüber informiert war. Die Kanzlei nutzte dabei ein Schlupfloch im Gesellschaftsrecht Panamas, wonach Begünstigte von Stiftungen ohne deren Wissen eingesetzt werden dürfen.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden