Panama-Papers - OeNB-Ittner gegen generelles Offshore-Verbot

Panama-Papers - OeNB-Ittner gegen generelles Offshore-Verbot

Nach den Enthüllungen rund um die "Panama Papers" und tausende Offshore-Firmen, die auch Österreich-Bezüge aufdeckten, hat die SPÖ ein Verbot von Geschäftsbeziehungen zu Offshore-Ländern gefordert, die intransparente Strukturen zuließen. Der österreichische Notenbankdirektor Andreas Ittner ist gegen ein generelles Offshore-Geschäftsverbot für österreichische Banken.

Mit solchen Einzelregeln würden sich globale Finanzströme nicht abdrehen lassen. Sehr wohl gebe es Bedarf an Verbesserungen, sagte Ittner am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten. Er sei für klare Regeln und mehr Transparenz. Die Banken müssten sich intensiver noch mit diesen Fragen beschäftigen. Wesentlich sei, dass dies systemisch erkannt werde, "und nichts durchrutscht." Aber ein plakatives Verbot wäre ein Schritt zu weit.

Entscheidend sei, dass jede Bank über die Qualität ihrer Geschäftspartner und deren finanziellen Aktivitäten Bescheid wissen müsse. Die Mittelherkunft müsse plausibilisiert sein. Sei das nicht der Fall, dürfe die Bank ein Geschäft nicht machen. "Natürlich gibt es immer wieder Grenzfälle." Dazu gebe es aber die Behörden, die diese Grenzen aufzeigten.

Mit immer präziseren gesetzlichen Vorschriften, was wie gerade noch geht und was nicht, sehen Notenbanker die Gefahr einer Verzettelung - und möglicherweise auch Umgehungsfantasien angeregt. Dass Panama von der "Schwarzen Liste" der Steuerparadiese gestrichen worden ist, sorgt bei Ittner jedenfalls für Verwunderung.

Zu den kolportierten aktuellen Fällen in den "Panama-Papieren", bei denen österreichische Banken (z.B. RBI, Hypo Vorarlberg) mit Geschäften mit Offshorebriefkastenfirmen in Zusammenhang gebracht werden, äußerte sich Ittner nicht.

Österreich wolle und werde nicht der Finanzplatz sein, an dem dubiose Personen sich wohlfühlen sollen, und sei dies auch jetzt nicht. Keiner solle die Möglichkeit haben, unredlich zustande gekommene Einkommen in den normalen Geldkreislauf zu bringen, wird betont. "Hier gehen wir mit aller Schärfe vor", so Ittner" Man könne freilich "nicht garantieren, dass wir jeden einzelnen erwischen."

St. Gallen (APA/sda) - Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) übernimmt das Privatbankengeschäft der M.M. Warburg Bank (Schweiz). Fünf Kundenberater wechseln zum SGKB-Standort Zürich. Die Warburg Bank zieht sich zurück aus dem Geschäft mit klassischen Privatkunden in der Schweiz.
 

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SGKB übernimmt Schweizer Privatbankengeschäft der Warburg Bank

Wien (APA) - Die Medien- und Werbebranche macht mobil gegen die Werbeabgabe. Man möchte die derzeit laufenden Koalitionsgespräche nutzen, eine Abschaffung der ungeliebten Steuer zu erwirken. Am Donnerstag rief man bei einer Pressekonferenz einen "nationalen Schulterschluss" von neun Branchenverbänden aus. "Wir sind eine Bewegung, nicht nur in der Politik gibt es das", so VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger.
 

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Werbeagabe - Kommunikationsbrache formiert sich für Abschaffung

Essen (APA/dpa) - Im dem seit Jahren dauernden Machtkampf bei Aldi Nord rückt die Stunde der Entscheidung näher. Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht verhandelt heute, Donnerstag, darüber, wie viel Einfluss die Familie des verstorbenen Gründersohns Berthold Albrecht künftig noch bei dem Diskonter haben wird.
 

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Im Familienkrach bei Aldi Nord naht die Stunde der Wahrheit