Panama Papers: Hypo-Chef knüpft Karriere an Sonderprüfung

Panama Papers: Hypo-Chef knüpft Karriere an Sonderprüfung

Der Vorstandsvorsitzende der Hypo Vorarlberg, Michael Grahammer, verknüpft seine berufliche Karriere mit den Sonderprüfungen des Geldinstituts. "Sollten die Prüfer etwas finden, werde ich die Konsequenzen ziehen und zurücktreten", sagte er gegenüber den "Vorarlberger Nachrichten". Gegenüber dem ORF schloss er erneut Geschäfte mit Firmen aus, die auf Sanktionslisten stehen.

In der Rundfunk-Sendung "Report" erklärte Grahammer ebenfalls, dass er zurücktreten würde, könnte ein Geschäft mit einem Unternehmen nachgewiesen werden, das auf einer Sanktionsliste aufscheint. Unterdessen haben am Mittwoch die Sonderprüfungen in Bregenz begonnen. Zum einen nimmt die Finanzmarktaufsicht (FMA) noch einmal die Transaktionen unter die Lupe, die im Zusammenhang mit der Hypo Vorarlberg in den "Panama Papers" genannt wurden. Andererseits prüft vonseiten des Landes die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) als Eigentümervertreter der Bank war mit Grahammer am Montag übereingekommen, eine solche Sonderprüfung durchführen zu lassen. Die Kontrollen werden mehrere Wochen dauern.

Wallner hatte ebenfalls erklärt, dass man sich strategisch bereits im Jahr 2009 mit dem Verkauf der Hypo-Tochter in Liechtenstein dazu entschlossen habe, sich aus dem Offshore-Geschäft zu verabschieden. Die 1998 gegründete Liechtensteiner Hypo-Tochter wurde seinerzeit an die Schweizer Bankengruppe Valartis verkauft, damals betreute sie etwa 4.500 vermögende Privatkunden und verwaltete rund 1,6 Mrd. Franken an Kundengeldern.

Bereits 2008 war die ehemalige Anglo Irish Austria unter das Dach von Valartis gekommen, sie firmierte in der Folge als Valartis Austria. Die "Irish Times" nannte die Anglo Irish Austria unter Berufung auf die "Panama Papers" als Bank, die Klienten der aktuell schlagzeilenträchtigen Anwaltskanzlei Mossack wiederholt ans Herz gelegt worden sein soll. Die Sache dürfte zehn Jahre zurückliegen. Die Geschäfte der Valartis Austria wurden erst vor kurzem weiterverkauft, Valartis Austria hat die Bankkonzession dieser Tage zurückgelegt.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

Newsticker

Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

Newsticker

Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

Newsticker

Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch