Panama Papers: GPA: Nicht moralisieren, sondern handeln

Panama Papers: GPA: Nicht moralisieren, sondern handeln

Wirtschaftsexperte fordert nun ernsthaften Weg zur Steuergerechtigkeit. Caritas-Päsident Landau: Das Geld fehlt für Schulen und Spitäler.

Wien/Panama-Stadt. Dass manche ob der Flucht von Politikern, Wirtschaftsbossen und Promis in Steueroasen nun überrascht tun, überrascht die Gewerkschaften. "Statt moralische Betroffenheit zu mimen, sollten die politischen Akteure all ihre Energie daran setzen, dass endlich wirksame Maßnahmen gegen das Verschieben von Vermögenswerten an der Gesellschaft vorbei ergriffen werden", so GPA-Chefin Dwora Stein am Dienstag.

Und auch der Wirtschaftsexperte Wilfried Stadler sieht die Zeit reif. "Wir waren noch nie so ernsthaft auf dem Weg zu mehr weltweiter Steuergerechtigkeit wie jetzt", sagte er der "Kathpress". Stadler ist Mitherausgeber der "Furche" und Honorarprofessor für Wirtschaftspolitik an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Caritas-Präsident Michael Landau ortet in der Steuerhinterziehung durch Briefkastenfirmen indirekt einen Raub an öffentlichen Leistungen. "Die Zinsen der 5.800 Milliarden Euro, die Expertenschätzungen zufolge in Offshore-Firmen gebunkert sein sollen, hätten anderenfalls für den Bau von Schulen, Krankenhäusern oder Infrastruktur investiert werden können", erinnerte Landau auf seinem Facebook-Kanal.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden