Panama Papers: FMA prüft RBI und Hypo Vorarlberg

Panama Papers: FMA prüft RBI und Hypo Vorarlberg

Bregenz/Wien - Die Finanzmarktaufsicht (FMA) wird ab Mittwoch, (6.4.) mit der "anlassbezogenen Vorortprüfung" der in den "Panama Papers" genannten österreichischen Geldinstitute beginnen. Betroffen sind Raiffeisen Bank International (RBI) und der Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank (Hypo Vorarlberg). Wie lange diese Überprüfungen dauern werden, stand zunächst nicht fest, sicher aber mehrere Wochen.

Nach Angaben von FMA-Sprecher Klaus Grubelnik gegenüber der APA werden in beiden Fällen alle Transaktionen kontrolliert, "zu denen es Informationen in den Panama Papers gibt". Bei der Hypo Vorarlberg schließt die Überprüfung auch ein "Follow-Up" zur bisher letzten Prüfung im Jahr 2012 ein. Man werde sich ansehen, inwieweit nach Beanstandungen Verbesserungen gemacht wurden. Der Prüfbericht wurde im Februar 2013 im Aufsichtsrat der Hypo besprochen.

Im Zuge der Prüfung der Vorarlberger Hypo im Jahr 2012 hat die FMA eine Verdachtsmeldung an die Geldwäsche-Meldestelle beim Bundeskriminalamt erstattet. Anlassfall war ein Offshore-Geschäft des russischen Milliardärs Guennadi Timtchenko (auch: Gennadi Timtschenko). Dieser soll einen Deal mit der Southport Management Service auf den britischen Jungferninseln gemacht haben, wobei die Konten angeblich über die Vorarlberger Hypo liefen. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch, die wegen des Verdachts der Geldwäsche durch Timtchenko ermittelte, stellte das Verfahren mangels Beweisen ein.

Laut Grubelnik dauern Vorortprüfungen in der Regel mindestens zwei bis drei Wochen. Das hänge aber immer auch stark von der Aufgabenstellung bzw. dem Umfang der Prüfung ab.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte