Panama Papers - Finanzministerium wartet auf Daten

Panama Papers - Finanzministerium wartet auf Daten

Wien - Das Finanzministerium wartet in der Causa "Panama-Leaks" vorerst ab. "Sobald Daten bei uns einlangen, werden wir - wie auch bei vergangenen Fällen - zügig mit der Analyse und Abarbeitung starten", teilte ein Sprecher der APA mit. In erster Linie sei das ein Thema für die Finanzmarktaufsicht (FMA). Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) selbst wollte sich am Montag nicht äußern.

Das Ministerium betonte, die Linie bleibe unverändert: "Steuerbetrug und Steuerhinterziehung sind kein Kavaliersdelikt, hier muss null Toleranz gelten." Österreich habe auf gesetzlicher sowie auf internationaler vertraglicher Ebene die wesentlichen Voraussetzungen zur Bekämpfung der internationalen Steuerhinterziehung und Steuerumgehung erfüllt beziehungsweise in die Wege geleitet.

Auf nationaler Ebene habe man alles unternommen, um Schlupflöcher zu schließen. Im Zuge der Steuerreform sei etwa ein Kontoregister beschlossen worden.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

Newsticker

Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

Newsticker

Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

Newsticker

Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab