Panama-Leaks - Credit Suisse: Helfen nicht bei Steuerhinterziehung

Panama-Leaks - Credit Suisse: Helfen nicht bei Steuerhinterziehung

Hongkong/Zürich - Nach den Enthüllungen zu Briefkastenfirmen in Panama hat Credit Suisse Vorwürfe zurückgewiesen, dass sie Kunden mit solchen Vehikeln aktiv bei der Steuerhinterziehung hilft. Die Schweizer Großbank sei nur auf gesetzeskonforme Vermögen aus, sagte Konzernchef Tidjane Thiam am Dienstag.

"Als Unternehmen, als Bank fördern wir den Einsatz von Strukturen nur, wenn ein legitimer wirtschaftlicher Zweck vorliegt", so Thiam.

Die elf Millionen Dokumente aus der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama, die der "Süddeutschen Zeitung" zugespielt worden waren, riefen weltweit Justiz und Politik auf den Plan. Den Dokumenten zufolge half auch die Credit Suisse, Finanzvehikel aufzusetzen, die es den Steuerbehörden erschweren, Geldflüsse nachzuverfolgen.

Thiam räumte ein, dass Credit Suisse Finanzkonstrukte einsetze, aber nur bei reichen Kunden mit Vermögenswerten in mehreren Rechtsräumen. Die Bank helfe nicht bei Steuerhinterziehung und bestehe darauf, die wirtschaftlich berechtigten Personen hinter den Vehikeln zu kennen.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab