Palmers kommt bei Sanierung voran - Marke nicht mehr verpfändet

Wien/Wiener Neudorf - Der Wäschekonzern Palmers kommt bei seiner Sanierung nach der Pleite der französischen Tochter Lejaby voran. Nach Gewinnen 2014 und 2015 ist das Eigenkapital wieder im grünen Bereich. Auch die Aktien der Palmers Textil AG sowie die Markenrechte sind seit heuer nicht mehr an die Erste Bank verpfändet, geht aus der im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" (Dienstagsausgabe) veröffentlichten Bilanz hervor.

Im Geschäftsjahr 2014/15 (bis 31. Jänner) schrieb Palmers einen Nettogewinn von 3,5 Mio. Euro, nach 10,6 Mio. Euro im Jahr davor. Wegen interner Abläufe und saisonalen Kollektionen verschob Palmers heuer den Bilanzstichtag auf den 31. Juli, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Rumpfgeschäftsjahr Jänner bis Juli 2015 weist die Konzernholding einen Jahresüberschuss von 17,2 Mio. Euro aus.

"Die Finanzverbindlichkeiten des Vorjahres wurden im Rumpfgeschäftsjahr vollständig getilgt", heißt es im Amtsblatt. Der Generalabtretungsvertrag - mit dem Anteile, Forderungen und Markenrechte verpfändet wurden - bestehe aufgrund der Tilgung nicht mehr.

Auch das Eigenkapital - im Februar 2014 mit 3,2 Mio. Euro noch negativ - lag im Februar 2015 mit 325.000 Euro schon leicht über der Nulllinie. Mit Stand Ende Juli 2015 macht das Konzerneigenkapital nun satte 17,6 Mio. Euro aus. Bei einer Bilanzsumme von 56,3 Mio. Euro beträgt die Eigenkapitalquote demnach 31,2 Prozent.

"Mit der neuen Ausrichtung haben wir Palmers auf einen erfolgreichen, stabilen Kurs gebracht", erklärte Palmers-Vorstand Wolfgang Neussner. Trotz des schwierigen Marktumfelds habe sich Palmers behauptet. Der Umsatz stagnierte 2014 gegenüber 2013 bei rund 125 Mio. Euro, das Betriebsergebnis sank von 5,7 auf 5,0 Mio. Euro. In den sechs Monaten des heurigen Rumpfgeschäftsjahrs lag der Umsatz bei 53,6 Mio. Euro und das Betriebsergebnis bei 19,6 Mio. Euro.

Für steigende Umsatzzahlen im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 soll ab 6. November eine neue Lingerie-Kollektion der österreichischen Designerin Lena Hoschek sorgen. Palmers macht mehr als die Hälfte des Umsatzes im Inland und beschäftigt hierzulande 550 Mitarbeiter, weltweit sind es laut Jahresabschluss 761.

Die Palmers Textil AG mit Sitz in Wien wurde 1914 von Ludwig Palmers gegründet. In den vergangenen Jahren kämpfte der Wäschekonzern mit den Nachwehen der Pleite um die französische Palmers-Tochter Lejaby.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

Newsticker

Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

Newsticker

Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

Newsticker

Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab