Palfinger-Chef übt massive Kritik an Bildung und KV-Verhandlungen

Wien - Herbert Ortner, Chef des Kranherstellers Palfinger, übt massive Kritik an der österreichischen Bildungspolitik und den Kollektivvertragsverhandlungen. "Da schrillen bei mir alle Alarmglocken", so Ortner. In sämtlichen Bildungsstudien würde Österreich schlechter als früher abschneiden, was bald den Forschungsstandort gefährden werde. Palfinger hat seine Forschungszentrale am Firmensitz in Salzburg.

Im Bildungsbereich sei die Regierung gefordert, deutlich mehr zu machen als bisher, sagte er am Rande der Präsentation eines Rekord-Halbjahresergebnisses des Weltmarktführers bei Ladekränen.

Ein Blick in die Statistik der TU Wien zeigt, dass es im Wintersemester 2013/14 im Maschinenbau gerade 2.022 Studenten gab. Zum Vergleich: Im Bereich Architektur gab es mehr als doppelt so viele. Und auch bei den Studienanfängern ist das Bild nicht anders: 1.125 Maturanten hatten mit Architektur begonnen, 400 mit Maschinenbau.

Wenig begeistert zeigt sich Ortner auch über die eingespielten Rituale bei den Kollektivvertragsverhandlungen. Vereinfacht gesagt würden sich die Sozialpartner ohnehin immer in der Mitte treffen - und dafür würde wochenlang gestritten, mit Betriebsversammlungen und Streikdrohungen. Dies sei eine "unglaubliche Ressourcenvergeudung". Vielmehr sollte über Weiterbildung und flexiblere Arbeitszeiten geredet werden. Eine Feilscherei um ein Zehntel mehr oder weniger Lohnerhöhung bringe dem Standort nichts, betonte Ortner.

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Bahn will angesichts ihrer Probleme bei Pünktlichkeit und Wartung der Fahrzeuge mehr Mitarbeiter als je zuvor einstellen. Auch 2019 sollten rund 20.000 neue Eisenbahner ins Unternehmen kommen, geht aus Konzernunterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen. Zuletzt war von rund 15.000 die Rede.
 

Newsticker

Deutsche Bahn will 2019 weitere 20.000 Mitarbeiter einstellen

Ingolstadt/Düsseldorf (APA/dpa) - Der für das Deutschlandgeschäft verantwortliche Geschäftsführer des Handelskonzerns MediaMarktSaturn, Wolfgang Kirsch, muss seinen Posten räumen. "Nach 25 Jahren bei MediaMarktSaturn hat Wolfgang Kirsch für sich erkannt, dass es jetzt an der Zeit ist zu gehen, um einer neuen Führung Raum zu geben", teilte der nun verbleibende Geschäftsführer, Ferran Reverter, am Mittwoch in Ingolstadt mit.
 

Newsticker

Deutschlandchef von MediaMarktSaturn muss gehen

Wien (APA) - Die Österreichische Post AG setzt auf Kontinuität und hat erneut Georg Pölzl zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Die aktuelle Funktionsperiode laufe noch bis Ende September 2019 und werde danach um drei Jahre verlängert, mit anschließender Verlängerungsoption um zwei weitere Jahre. Das wurde in der ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats beschlossen, teilte die Post heute, Mittwoch, mit.
 

Newsticker

Georg Pölzl bleibt Chef der Österreichischen Post