Paketzusteller Hermes wächst mit Online-Handel

Der wachsende Online-Handel bringt auch den Paketzusteller Hermes nach vorn. Das Tochterunternehmen des deutschen Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto Group steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr (29.2.) den Umsatz um 11 Prozent auf 2,23 Mrd. Euro, wie Hermes am Mittwoch in Hamburg mitteilte. In Europa wurden rund 580 Millionen Sendungen transportiert, ebenfalls ein Anstieg um elf Prozent.

Rund drei Viertel des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen mit Kunden außerhalb der Otto Group. Der Gewinn wurde nicht veröffentlicht. Hermes beschäftigt rund 12.200 Mitarbeiter.
Das Geschäftsjahr sei deutlich über den Erwartungen ausgefallen, sagte Hanjo Schneider, Vorstand der Otto Group und Aufsichtsratschef bei Hermes Europe. Transport und Logistik würden zunehmend als werthaltige Dienstleistung wahrgenommen, nicht nur als notwendiges Übel. Dennoch wollten Händler und Verbraucher nicht mehr Geld für die Dienstleistung bezahlen. "Ein Privatpaket von Flensburg nach Garmisch für 3,89 Euro wirft nun mal keine hohen Margen ab, was sich auch auf die Löhne auswirkt", sagte Schneider.
Bis 2018 will Hermes sein Netzwerk in Deutschland erneuern. Für 300 Mio. Euro werden neun neue Logistikzentren gebaut und mehr als 20 bestehende umgebaut. Ziel sind kürzere Lieferzeiten.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder