Oxfam: Geförderte afrikanische Firmen nutzen Steueroasen

Washington - Drei Viertel der von der Weltbank geförderten Privatunternehmen südlich der Sahara haben einem Bericht von Oxfam zufolge die Gelder in Steuerparadiese gebracht. Von den 68 Privatunternehmen, die die Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC) 2015 im südlichen Afrika mit Krediten unterstützt habe, hätten 51 das Geld in Steueroasen, hauptsächlich auf Mauritius, angelegt.

So seien Steuern vermieden worden, die in einer der ärmsten Regionen der Welt "verzweifelt gebraucht würden", erklärte die Steuerexpertin der Organisation, Susana Ruiz, am Montag. Die Weltbank müsse mehr Transparenz sicherstellen, forderte Oxfam.

Derzeit sorgen die Enthüllungen über Briefkastenfirmen in der Steueroase Panama für Aufregung. Demnach nutzten offenbar Spitzenpolitiker, Sportstars und andere Prominente die panamesische Finanzkanzlei Mossack Fonseca, um Steuern zu umgehen.

Zudem soll die Kanzlei auch Personen mit Kontakten zur organisierten Kriminalität und aus sanktionierten Staaten zu ihren Kunden gezählt haben.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

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Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

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Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

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Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen