Oxfam: Geförderte afrikanische Firmen nutzen Steueroasen

Washington - Drei Viertel der von der Weltbank geförderten Privatunternehmen südlich der Sahara haben einem Bericht von Oxfam zufolge die Gelder in Steuerparadiese gebracht. Von den 68 Privatunternehmen, die die Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC) 2015 im südlichen Afrika mit Krediten unterstützt habe, hätten 51 das Geld in Steueroasen, hauptsächlich auf Mauritius, angelegt.

So seien Steuern vermieden worden, die in einer der ärmsten Regionen der Welt "verzweifelt gebraucht würden", erklärte die Steuerexpertin der Organisation, Susana Ruiz, am Montag. Die Weltbank müsse mehr Transparenz sicherstellen, forderte Oxfam.

Derzeit sorgen die Enthüllungen über Briefkastenfirmen in der Steueroase Panama für Aufregung. Demnach nutzten offenbar Spitzenpolitiker, Sportstars und andere Prominente die panamesische Finanzkanzlei Mossack Fonseca, um Steuern zu umgehen.

Zudem soll die Kanzlei auch Personen mit Kontakten zur organisierten Kriminalität und aus sanktionierten Staaten zu ihren Kunden gezählt haben.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab