"Outsourcen" an Roboter könnte Niedriglohnländer unter Druck bringen

(APA) - Multinationale Konzerne lagern Produktion und bestimmte Dienstleistungen nach wie vor gerne nach Asien aus. Die beliebtesten Offshore-Länder sind laut einer A.T-Kearney-Studie Indien, China, Malaysia, Mexiko und Indonesien. Heikle Aufgaben wie die IT holen Unternehmen aber zunehmend wieder zurück. Gleichzeitig kommt das "zweite Maschinenzeitalter": Roboter übernehmen komplexe menschliche Arbeiten.

"Die Robotertechnik ist mittlerweile eine bezahlbare Alternative zu Standorten in Niedriglohnländern. Setzt sich der Trend zur 'No-Location'-Strategie weiter durch, schwinden die Chancen der Niedriglohnländer", so Martin Sonnenschein vom Beratungskonzern A.T. Kearney am Mittwoch in einer Aussendung. Unternehmen wiederum können mit Supercomputern wie dem IBM-Gerät Watson, der schon 2011 in der US-Quizshow "Jeopardy" zwei menschliche Champions geschlagen hat, ihre Kosten weiter dämpfen. Die Ausgaben für das Back-Office sinken, gleichzeitig können sich die ohnehin raren IT-Fachkräfte auf strategische Belange konzentrieren, wenn eintönige Programmierarbeiten an Maschinen "outgesourct" werden, heiß es in der Studie. Die größte Herausforderung für Konzerne sei es, bereits existierende Technologie einzusetzen.

Das Hauptmotiv von Unternehmen, die "Outsourcing" betreiben, liegt freilich in der Kosteneffizienz. Vermehrt werden aber auch die strategische Bedeutung von Aufgaben, der Datenschutz oder der Schutz von geistigem Eigentum mitbedacht.

Am liebsten lagern Konzerne ihr Aktivitäten in asiatische Länder aus, erhob A.T. Kearney. Bulgarien, Polen und Rumänien sind im heurigen Ranking gegenüber 2011 deutlich nach vorne gerückt. Deutsche und auch österreichische Konzerne schätzen die Kostenvorteile der CEE-Region, die ausgebildeten Arbeitskräfte und die gut entwickelte Industrielandschaft. Das Ranking der Zielländer umfasst 51 Länder, Österreich ist nicht darunter.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro