Oststeirische Stadt analysiert Wärmeverlust eines ganzen Stadtteils

München/Wien/Gleisdorf - Wärmebildkameras können sichtbar machen, ob und wo ein Gebäude Wärme verliert. Im oststeirischen Gleisdorf wird mit der sogenannten Infrarotthermografie ein ganzer Stadtteil analysiert - mithilfe von Heißluftballons, die eine Aufnahme der Wärmeverluste aus der Luft ermöglichen. Ziel ist es, die energetischen "Problemzonen" des Viertels zu erkennen und letztlich zielgerichtet zu sanieren.

Die Technologie zur Erfassung von Energieverlusten durch unzureichende Wärmedämmung von Gebäuden eines ganzen Stadtviertels haben Forscher aus Graz entwickelt, teilte Siemens Österreich in einer Pressemitteilung am Mittwoch mit. Die Experten des Technologieunternehmens greifen dabei auf Aufnahmen von Wärmebildkameras zurück, die von Heißluftballons aus aufgenommen werden. Denn der Blickwinkel auf die Objekte - speziell, wenn es sich um große Gebäudekomplexe handelt - ist oft eingeschränkt. Eine Messung vom Boden aus würde einen höheren Zeitaufwand verursachen oder sogar Klettereinsätze notwendig machen.

Mit einer speziellen Software wird aus den Aufnahmen im Anschluss ein dreidimensionales Modell des Viertels erstellt, das die Energieverluste anschaulich farblich vor Augen führt: Wo genau Wärme und Geld quasi aus dem Schornstein, aus Dächern und Fenstern der Stadt verschwinden.

Gemeinsam mit Experten des Austrian Institute of Technology, dem AEE - Institut für Nachhaltige Technologien und den Stadtwerken Gleisdorf will man jene Gebäudekomplexe finden, die ein besonders hohes Optimierungspotenzial aufweisen. "Unser Ziel ist es, ein Entscheidungsinstrument zu entwickeln, mit dem Energieeffizienzmaßnahmen interaktiv ausgewählt werden können", schilderte Claudia Windisch aus der Forschungsabteilung von Siemens. Dieses Instrument soll Effekte von verschiedenen Optimierungsvarianten simulieren und die besten Maßnahmenkombinationen berechnen. Ab Mitte Februar will man die ersten Daten aus der Luft erfassen. Zusätzlich will man unter Zuhilfenahme von niedrig fliegenden Drohnen auch ein Luftgasschichtenmodell erstellen.

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