Osram-Chef will Aufspaltung rasch vorantreiben

München (APA/dpa) - Osram-Chef Olaf Berlien will die geplante Ausgliederung des traditionellen Lampen-Geschäft entschieden vorantreiben. "In den kommenden zwölf Monaten wird der Bereich selbstständig, in einer eigenen Rechtsform sein", sagte Berlien der "Süddeutschen Zeitung" (Montag) und bekräftigte damit frühere Aussagen.

Er fügte an: "Das ist wie im Leben: Wenn die Tochter auszieht, bekommt sie erst einmal eine eigene Wohnung." Das Ziel sei, in diesem Bereich dann in die Minderheit zu gehen.

Osram hatte die Pläne zur Abspaltung des Geschäfts - darunter Halogen-, Energiespar- und LED-Lampen - in eine eigenständige Tochter Ende April bekanntgegeben. Eine Aufsichtsratsentscheidung steht zwar noch aus, doch wird nicht damit gerechnet, dass die Pläne noch gekippt werden. Die entscheidende Sitzung des Kontrollgremiums wird für Juni erwartet.

Derzeit kommen die betroffenen Sparten zusammen auf rund 12.000 Beschäftigte und 2 Mrd. Euro Umsatz, das sind knapp 40 Prozent der Gesamterlöse des Konzerns. Für die künftige Tochter kommen Joint Ventures, Partnerschaften oder der Einstieg eines Finanzinvestors ebenso infrage, wie ein sogenannter Spin-Off, also die Abspaltung über die Börse.

Wie bereits Ende April erklärte Berlien, er könne keinem Beschäftigten eine Job-Garantie geben. "Das wäre unehrlich. Wir werden es nur schaffen, wenn wir wettbewerbsfähig sind." Ein weiterer Stellenabbau über das laufende Sparprogramm hinaus sei zwar konkret derzeit nicht geplant. Berlien betonte aber: "Am Ende entscheidet das der Markt, die Nachfrage nach bestimmten Produkten." Die Energiesparlampe etwa sei vor nicht allzu langer Zeit noch sehr innovativ und gefragt gewesen, jetzt gehe die Bedeutung stark zurück, weil LED einfach effizienter und langlebiger seien. "Wenn der Kunde die jetzt nicht mehr haben will, was sollen wir da machen?"

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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