Orell Füssli steigerte Gewinn 2015 kräftig - Sicherheitsdruck hilft

Die Industrie- und Handelsgruppe Orell Füssli hat ihren Gewinn 2015 kräftig gesteigert. Dabei mitgeholfen hat besonders der Sicherheitsdruck, der wieder in die Gewinnzone zurückkehrte. Diese Sparte, welche die Schweizer Banknoten druckt, war ein Sorgenkind.

Die Orell Füssli Gruppe erzielte im vergangenen Jahr einen Reingewinn von 12,8 Mio. Franken (11,7 Mio. Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr hatten unter dem Strich lediglich 1,7 Mio. Franken herausgeschaut.
Der Umsatz sank leicht um 3 Prozent auf 279,4 Mio. Franken. Ohne Sondereffekte und Währungseinflüsse wäre ein Plus von 4 Prozent dringelegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich stark auf 17,6 Mio. Franken nach lediglich 4 Mio. Franken 2014.
Mit dem Resultat sieht die Firma den Kurs ihrer Neuausrichtung bestätigt. Insbesondere der Sicherheitsdruck mit dem Druck der Banknoten für die Schweizerische Nationalbank steigerte sich deutlich. 2014 hatte die Sparte noch einen Betriebsverlust geschrieben.
2015 erreichte das Betriebsergebnis (EBIT) im Banknotendruck 17,5 Mio. Franken. Bei verbesserter Produktivität und hoher Auslastung stieg der Umsatz um mehr als ein Viertel auf 117,4 Mio. Franken - ein neuer Rekord. Erstmals produzierte die Druckerei große Mengen von Banknoten der neuesten Generation. Im April beginnt die Herausgabe der neuen Schweizer 50-Franken-Noten.
Beim weiteren Sorgenkind, dem Buchhandel von Orell Füssli Thalia, schaute für Orell Füssli ein Umsatz von 98,8 Mio. Franken heraus. Das ist ein Rückgang von 11 Prozent. Das anteilsmässige Betriebsergebnis aus dem Joint Venture belief sich auf 1,8 Mio. Franken nach 3,1 Mio. Franken im Vorjahr.
Bei der deutschen Tochter Atlantic Zeiser sackte der Umsatz um knapp ein Fünftel ab, weil der Mehrheitsanteil an einem Softwareunternehmen verkauft wurde und der Umsatz neu dargestellt wird. Auf Stufe EBIT steuerte die Tochter 1,1 Mio. Euro bei.
In der Verlagssparte sanken die Verkäufe um rund 5 Prozent. Dabei standen Steigerungen bei den Kinderbüchern und der juristischen Fachliteratur Rückgänge bei Lehrmedien und Sachbüchern gegenüber.
Der Generalversammlung schlägt der Verwaltungsrat eine Dividende von 4 Franken je Aktie vor, 1,20 Franken davon als Sonderdividende. 2016 sollte sich die Situation konsolidieren.

US-Präsident Donald Trump wirbelt an verschiedenen Fronten

Wirtschaft

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Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei der in der Koalition umstrittenen Frage technischer Diesel-Nachrüstungen eine Entscheidung bis Ende September angekündigt. "Wir müssen gucken, wie wir unter der Maßgabe der Verhältnismäßigkeit, der Notwendigkeit, möglichst Fahrverbote zu vermeiden, eine vernünftige Lösung finden Ende September", sagte die CDU-Politikerin am Freitag in Berlin.
 

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Merkel: Bis Ende September Entscheidung zu Diesel-Umrüstungen

Brüssel (APA) - Auch der deutsche Staatsminister Michael Roth hält ein No-Deal-Szenario beim Brexit für möglich. "Wir können derzeit nichts ausschließen", betonte er vor dem Brexit-Rat am Freitag in Brüssel. Der Brexit zeige "auf dramatische Weise, dass der Austritt aus der EU kein einziges Problem" löse. Immerhin liege nun ein Vorschlag Londons vor, "auf den wir sehr lange gewartet haben", so Roth.
 

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Brexit - Deutscher Staatsminister Roth: Auch No-Deal-Szenario möglich