Opel verkauft seine Autos künftig auch in Marokko und Tunesien

Rüsselsheim (APA/AFP) - Der deutsche Autohersteller Opel, der seit Sommer 2017 zum französischen PSA-Konzern gehört, verkauft seine Modelle ab April auch in Marokko und Tunesien. Auf diesen "wachstumsstarken nordafrikanischen Märkten" habe der Autobauer "renommierte Handelspartner" gewonnen, teilte das Unternehmen heute, Montag, mit.

Vertriebschef Peter Küspert erklärte, dieser "wichtige Schritt" werde zum Wachstum von Opel beitragen. Unter dem ehemaligen Eigentümer General Motors (GM) aus den USA durfte Opel nur sehr begrenzt expandieren, um der Mutter keine Konkurrenz zu machen. Der neue Besitzer dagegen, die französische PSA-Gruppe, will bis 2020 eine Verdopplung der Opel-Verkäufe in Übersee.

Opel-Chef Michael Lohscheller sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", er fürchte in Nordafrika keine interne Konkurrenz: "Es gibt Käufer, die sich bewusst für eine französische Marke entscheiden, und es gibt welche, die bewusst eine deutsche Marke wählen." Das gelte für Europa wie für viele andere Länder.

Die Verkäufe auf Märkten außerhalb Europas deutlich zu steigern, ist eines der Hauptziele des im November vorgestellten Unternehmensplans Pace, mit dem Opel wieder nachhaltig profitabel werden soll. In 15 Exportmärkten in Asien, Afrika und Südamerika soll der Absatz wachsen, neue Exportmärkte sollen zudem erschlossen werden. Ziel ist nach Unternehmensangaben, bis Mitte des kommenden Jahrzehnts mehr als zehn Prozent der Fahrzeuge außerhalb Europas zu verkaufen.

Vertriebschef Küspert erläuterte am Montag, in Marokko werde ab April die Auto Hall Group für den Import und den Verkauf von Opel-Fahrzeugen verantwortlich sein. Sie gehöre mit einem Netzwerk von mehr als 50 Verkaufsstätten zu den größten Automobilhändlern des Landes. Marokko mit rund 169.000 Einheiten sei im vergangenen Jahr der zweitgrößte Automobilmarkt in Afrika gewesen. Mit dem neuen Partner an der Seite peile Opel dort bis 2023 einen Marktanteil von fünf Prozent an.

In Tunesien übernimmt demnach der langjährige Partner von PSA, Stafim, den Vertrieb. Auch hier soll es im April 2018 losgehen. Geplant seien vier Opel-Showrooms: zwei in der Hauptstadt Tunis sowie jeweils einen in Sousse und Sfax.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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