Opel lässt die Bänder in zwei deutschen Werken langsamer laufen

Rüsselsheim (APA/dpa) - Der vom französischen PSA-Konzern übernommene Autobauer Opel lässt die Bänder in einigen Produktionswerken langsamer laufen. Das Werk in Wien ist nicht betroffen. Auslöser sind sinkende Absatzerwartungen für die kommenden Monate.

Im Stammwerk Rüsselsheim soll die Taktzahl nach den Sommerferien von 55 auf 42 Fahrzeuge pro Stunde sinken und im Werk Eisenach von 37 auf 30, berichtete die "Mainzer Allgemeine Zeitung (Freitag) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Das Unternehmen bestätigte, dass man die Produktionsplanung regelmäßig anpasse. Zu Details der internen Planungen wolle man sich aber nicht äußern. Laut Zeitung hat Opel bereits das Astra-Werk im polnischen Gliwice (Gleiwitz) gedrosselt, wo nur noch 25 statt 40 Autos pro Stunde vom Band laufen.

Bei gedrosselter Band-Geschwindigkeit ist üblicherweise dasselbe Personal an Bord. Einsparungen gibt es lediglich beim Materialeinsatz, während die Fix- und Personalkosten pro Auto steigen. Bei den Beschäftigten wachse angesichts der sinkenden Produktivität die Sorge um die Zukunft der Werke, hieß es in dem Bericht. Aus Arbeitnehmerkreisen war zu hören, dass der Betriebsrat mit alternativen Vorschlägen wie etwa einem koordinierten Überstundenabbau nicht durchgedrungen sei.

PSA und Opel haben zugesichert, kein Werk zu schließen und bis 2023 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Auch wurden bereits Investitionen ausgelöst, etwa für die Umstellung Eisenachs auf den Geländewagen Grandland X inklusive einer Elektro-Version. Auf andauernden Unmut trifft aber der PSA-Plan, für große Teile des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums einen Käufer zu suchen. Bis zu 4000 Ingenieure müssten in diesem Fall den Arbeitgeber wechseln.

Opel hatte im ersten Halbjahr 2018 nach Kostenkürzungen erstmals seit langem wieder einen operativen Gewinn erzielt. Daneben drängt PSA die vor einem Jahr von General Motors übernommene Tochter, ihre Autos zu möglichst kostendeckenden Preisen zu vermarkten. Bestimmte Vertriebskanäle wie stark rabattierte Verkäufe an Mietwagenfirmen werden zurückgefahren. Opel soll auch nicht mehr so viele Wagen "auf Halde" produzieren, die dann mit starken Preisnachlässen in den Markt gedrückt werden müssten.

In Österreich betreibt Opel in Wien ein Werk. Die Stadt Wien förderte das Opel-Werk in Aspern erst kürzlich mit einer Million Euro. Durch die Maßnahme habe man verhindert, dass die Produktion in Wien ausläuft, hieß es dazu Ende Juni aus der Stadtregierung. Seit April diesen Jahres hatten 1.400 Mitarbeiter im Motoren- und Getriebewerk Opel Wien-Aspern ihren Job verloren.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

Newsticker

Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

Newsticker

Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

Newsticker

Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen