Opel-Betriebsrat sorgt sich wegen Sparpläne um Standort Bochum

Berlin/Rüsselsheim (APA/Reuters) - Der Bochumer Opel-Betriebsrat sorgt sich einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Sparpläne des neuen Mutterkonzerns Peugeot um die Zukunft des Logistik-Standorts mit seinen mehr als 700 Beschäftigten. Die Arbeitnehmer-Vertreter warnten in einem Flugblatt, dass Peugeot an einem Konzept arbeite, wie das gesamte europäische Ersatzteilgeschäft ohne Bochum bewältigt werden könnte.

Es drohe eine Schließung des Warenverteilzentrums, das erst im vergangenen Jahr von Opel eröffnet worden ist, wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" am Dienstag schreibt.

Die Arbeitnehmervertreter vermuten laut dem Bericht, sie sollten in den anstehenden Verhandlungen unter Druck gesetzt werden. "Nur bei Verzicht auf Tarifbindung, alle Tariferhöhungen und dauerhaftes Unterschreiten des IG Metall-Flächentarifvertrages soll den Bochumer Beschäftigten eine positive Zukunftsprognose angeboten werden", heiße es in dem Flugblatt. Die Opel-Belegschaft liegt mit der neuen Mutter wegen der Sparpläne über Kreuz, die Verhandlungen sind festgefahren. Betriebsrat und IG Metall werfen dem Management vor, mit einem Kahlschlag in Deutschland die Marke mit dem Blitz zu gefährden.

PSA hatte den seit Jahren rote Zahlen schreibenden Autobauer Opel im vorigen Jahr vom US-Autobauer General Motors übernommen. Dabei hat der Konzern zugesagt, keine Werke in Deutschland zu schließen und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte