OPEC wird Förderbremse vermutlich verlängern

Wien/London (APA/Reuters) - Die OPEC und Förderländer wie Russland werden nach Aussagen von Insidern voraussichtlich über den März 2018 hinaus weniger Öl produzieren. Die Förderbremse könnte um neun Monate verlängert werden, sagten OPEC-Insider am Mittwoch.

Sollte die Nachfrage stärker als erwartet ausfallen, könnte darüber aber erst Anfang nächsten Jahres entschieden werden, sagte eine von vier mit den Überlegungen vertraute Personen. "Aber es gibt immer noch eine große Wahrscheinlichkeit, dass die Entscheidung im November fällt."

Das nächste OPEC-Treffen findet in Wien am 30. November statt. Regulär ist dann erst wieder im Mai oder Juni ein Treffen üblich, so dass für eine Entscheidung vor März ein Sondertreffen anberaumt werden müsste.

Das Kartell hatte sich schon im vergangenen Jahr mit insgesamt zehn weiteren Ölförderländern darauf verständigt, täglich 1,8 Millionen Fässer weniger zu fördern. Die Vereinbarung war im Frühjahr bis März 2018 verlängert worden.

Damit hoffen die Produzenten, einen Verfall der Ölpreise zu verhindern. Tatsächlich ist die Talfahrt der vergangenen Jahre seither zum Stehen gekommen. Laut OPEC lagen die Bestände in den Industrieländern im August mit 2.996 Millionen Fässern zwar noch 171 Millionen Barrel über dem fünfjährigen Durchschnitt. Im Jänner hatte das Überangebot aber noch 340 Millionen Barrel betragen.

Die OPEC-Vertreter waren sich nicht ganz einig, für wie lange die Bremse noch gelten würde. Drei rechnen mit einer Verlängerung bis Ende 2018, einer vermutet, dass sechs bis neun Monate reichten, um das überschüssige Ölangebot abzuschöpfen.

Aktuell notiert der Future für Öl aus der Nordsee bei 58,41 Dollar je Barrel (159 Liter) und damit rund ein Prozent im Plus.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro