OPEC flutet Weltmarkt weiter mit Rohöl

Paris - Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sorgt nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) weiter für ein hohes Angebot an Rohöl auf dem Weltmarkt. Experten der IEA schätzen, dass das Ölkartell im März seine Fördermenge so stark gesteigert hat wie seit fast vier Jahren nicht mehr.

Die Förderung habe im vergangenen Monat um 890.000 Barrel (Fass zu je 159 Liter) auf durchschnittlich 31,02 Millionen Barrel pro Tag zugelegt, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht der IEA, einem Zusammenschluss von 29 Ölimporteuren.

Laut dem Bericht trugen die wichtigen OPEC-Förderländer Saudi-Arabien, Irak und Libyen dazu bei, dass die Fördermenge des Kartells weiter über dem eigentlich anvisierten Ziel von 30 Millionen Barrel pro Tag liegt. Die Produktion der OPEC liegt auch deutlich über der Nachfrage nach Rohöl aus den Ländern des Kartells. Die IEA-Experten schätzen, dass die Nachfrage nach OPEC-Öl im zweiten Quartal nur bei durchschnittlich 28,5 Millionen Barrel lag. Die Ölminister des Kartells werden erst Anfang Juni wieder auf einem Treffen in Wien über die Fördermenge beraten.

Für Saudi-Arabien, dem größten OPEC-Produzenten, bezifferte die IEA die März-Fördermenge auf durchschnittlich 10,1 Millionen Barrel pro Tag, ein Plus von 390.000 Barrel. Das Königreich habe damit die höchste Fördermenge seit September 2013 erreicht. "Die wichtigsten Förderstaaten der OPEC wollen angeführt von Saudi-Arabien ihre Marktanteile verteidigen", erklärten IEA-Experten den Zuwachs bei der Fördermenge.

Für den Iran geht die IEA ebenfalls von einem Anstieg der Fördermenge im März aus. Hier bezifferten die Experten die Ölexporte im März auf 1,27 Millionen Barrel pro Tag, wobei die Ausfuhren nach China gestiegen seien. Nach Einschätzung der IEA stellen die Verhandlungen zwischen den westlichen Industriestaaten und dem Iran zur Beilegung des Atomstreits derzeit die größte Unsicherheit für den Ölmarkt dar. Es geht um die Frage, wie stark sich ein mögliches Ende der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran auf die Ölexporte auswirken werde.

Auf der anderen Seite sieht die IEA aber auch eine steigende Nachfrage nach Rohöl auf dem Weltmarkt. Sie dürfte in diesem Jahr um 1,1 Millionen Barrel auf durchschnittlich 93,6 Millionen Barrel pro Tag zulegen. Damit erhöhte die Agentur ihre Schätzung aus dem Vormonat um 90.000 Barrel und begründete dies mit der Aussicht auf eine stärker wachsende Weltwirtschaft.

Unter anderem hatte die unverändert hohe Fördermenge der OPEC dazu geführt, dass die Ölpreise seit dem vergangenen Sommer rasant gefallen sind. Zuletzt konnten sich die Ölpreise aber wieder etwas erholen.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

Newsticker

Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

Newsticker

Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

Newsticker

Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch