OPEC und Nicht-OPEC-Länder mit Kurs auf Verlängerung des Förderlimits

Wien (APA/dpa-AFX) - Das Bündnis aus 24 Öl-Förderstaaten will bei einem Treffen in Wien ein weiteres Kapitel der Zusammenarbeit aufschlagen. Es wird erwartet, dass die Allianz aus OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten eine Verlängerung des gemeinsamen Förderlimits um neun Monate bis Ende 2018 beschließt.

Möglicherweise werden sich sogar weitere Nicht-OPEC-Staaten anschließen und so die tägliche Produktionskürzung von 1,8 auf 2 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag erweitern.

Das Förderlimit sollte die 2015 und 2016 stark gefallenen Ölpreise wieder stabilisieren. Vor einem Jahr war es unter dem Eindruck des Preisverfalls beim Rohöl zu dem historischen Schulterschluss der 24 Staaten gekommen.

Die 14 OPEC-Staaten allein haben seit Jänner ihre Produktion um 1,2 Millionen Barrel auf 32,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag zurückgefahren. Wichtigstes Nicht-OPEC-Land in der Allianz ist Russland, das neben den USA und Saudi-Arabien zu den größten Förderländern der Welt zählt. Insgesamt liegt die weltweite Förderleistung aktuell bei etwa 95 Millionen Barrel am Tag.

Die Folgen einer Verlängerung des Förderlimits für die Autofahrer sind noch unklar. Ein ähnlicher Beschluss im Mai hatte die Öl- und damit die Benzinpreise an den Zapfsäulen zunächst auf Talfahrt geschickt. Insgesamt ist die Strategie des knapperen Rohstoffs aus Sicht der Allianz aber aufgegangen.

Seit Beginn der Zusammenarbeit ist der Preis für ein Barrel um rund 20 Prozent auf zuletzt 60 bis 65 Dollar (50,73 bis 54,96 Euro) gestiegen. Soviel kostete das "schwarze Gold" zuletzt vor zweieinhalb Jahren. Von den Preisen aus dem Jahr 2014 mit mehr als 100 Dollar pro Fass oder gar vom Rekordpreis mit 146 Dollar im Jahr 2008 ist das Niveau aber deutlich entfernt.

Die weitere Entwicklung ist auch davon abhängig, wie sehr die USA und auch Kanada mit ihrem Öl auf den Markt drängen. Die OPEC selbst liefert etwa ein Drittel des weltweiten Bedarfs. Sie verfügt außerdem über die größten bekannten Reserven. Vor allem das von Armut und Misswirtschaft gebeutelte Venezuela hat immense Vorkommen. Das Kartell wurde 1960 gegründet.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne