OPEC will Ölfördermenge trotz Preisverfalls nicht kürzen

Trotz des niedrigen Ölpreises plant die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) keine Drosselung der Fördermenge. "Wir sind nicht bereit, unsere Produktion zu reduzieren", sagte OPEC-Generalsekretär Abdullah al-Badri am Donnerstag bei einem Besuch in Moskau.

Die festgelegte Fördermenge von 30 Mio. Barrel (ein Barrel sind 159 Liter) pro Tag sei zuletzt im Juni von den Mitgliedsländern bestätigt worden, sagte al-Badri.

Der Preis für Rohöl auf den Weltmärkten war bereits im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung ging es erneut abwärts; inzwischen ist der Preis auf seinem niedrigsten Stand seit Monaten.

Die OPEC und Russland erklärten am Donnerstag gemeinsam, es gebe Hinweise auf eine "ausgeglichenere Lage" am Ölmarkt und eine Stabilisierung im kommenden Jahr. Al-Badri äußerte sich auch gelassen zur erwarteten Aufhebung der Sanktionen gegen das OPEC-Mitglied Iran. "Wir sind wirklich glücklich, dass die Sanktionen gegen den Iran vorbei sein werden", sagte er.

Analysten hatten vorhergesagt, dass die Aufhebung der Sanktionen zu Spannungen in der OPEC führen könnten, weil der Iran sein Öl dann wieder problemlos international verkaufen kann und möglicherweise die Fördermenge erhöhen will. Das Ende der Finanz- und Handelssanktionen ist Teil des Mitte Juli vereinbarten Atomabkommens zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

Newsticker

Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

Newsticker

Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

Newsticker

Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor