OPEC will Ölfördermenge trotz Preisverfalls nicht kürzen

Trotz des niedrigen Ölpreises plant die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) keine Drosselung der Fördermenge. "Wir sind nicht bereit, unsere Produktion zu reduzieren", sagte OPEC-Generalsekretär Abdullah al-Badri am Donnerstag bei einem Besuch in Moskau.

Die festgelegte Fördermenge von 30 Mio. Barrel (ein Barrel sind 159 Liter) pro Tag sei zuletzt im Juni von den Mitgliedsländern bestätigt worden, sagte al-Badri.

Der Preis für Rohöl auf den Weltmärkten war bereits im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung ging es erneut abwärts; inzwischen ist der Preis auf seinem niedrigsten Stand seit Monaten.

Die OPEC und Russland erklärten am Donnerstag gemeinsam, es gebe Hinweise auf eine "ausgeglichenere Lage" am Ölmarkt und eine Stabilisierung im kommenden Jahr. Al-Badri äußerte sich auch gelassen zur erwarteten Aufhebung der Sanktionen gegen das OPEC-Mitglied Iran. "Wir sind wirklich glücklich, dass die Sanktionen gegen den Iran vorbei sein werden", sagte er.

Analysten hatten vorhergesagt, dass die Aufhebung der Sanktionen zu Spannungen in der OPEC führen könnten, weil der Iran sein Öl dann wieder problemlos international verkaufen kann und möglicherweise die Fördermenge erhöhen will. Das Ende der Finanz- und Handelssanktionen ist Teil des Mitte Juli vereinbarten Atomabkommens zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker