Oö. Pfeiffer-Gruppe steigert Umsatz auf 1,3 Mrd. Euro - mit Zielpunkt

Traun/Wien - Die oö. Pfeiffer Handelsgruppe aus Traun hat 2014 einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro erreicht, knapp eine halbe Mrd. gehen auf die übernommenen Zielpunkt-Geschäfte zurück. 2015 will man Marktführer im E-Food-Bereich werden, teilten Aufsichtsratsvorsitzender Georg Pfeiffer sowie die Holding-Geschäftsführer Erich Schönleitner und Markus Böhm am Mittwoch in einer Pressekonferenz in Linz mit.

Ohne Zielpunkt und die Mehrheitsbeteiligung an Getränke-Schlacher wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,79 Prozent von 798 auf 828 Mio. Euro gesteigert. Die Neuerwerbungen eingerechnet, schafft Pfeiffer 1,3 Mrd. Euro, eine Steigerung um 67 Prozent. "Eine neue Dimension", sagte Pfeiffer und mit 6.700 Mitarbeitern "eine neue Größenordnung". Zum Gewinn hieß es in Bezug auf das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr (1.3.-28.2), man sei zufrieden mit der laufenden Situation. Zielpunkt "ist noch in der Verlustzone, aber auf einem guten Weg", so Pfeiffer. 2015 werden 22 Mio. Euro investiert. Mehr als die Hälfte sind für die Revitalisierung von Zielpunkt bestimmt.

2014 setzte Zielpunkt in aktuell 247 Filialen (östlich von St. Pölten, westlich wurden Unimärkte daraus) 493 Mio. Euro um. Heuer soll es 11 Schließungen geben, 3 Standorte werden neu eröffnet. Alle Schirnhofer-Feinkosttheken sind bereits übernommen. Ab 2016 ist die Umstellung auf ein Franchise-System wie bei Unimarkt geplant.

Unimarkt, der heuer sein 40-jähriges Jubiläum feiert, kam 2014 mit 128 Standorten auf einen Umsatz von 273,5 Mio. Euro (2013: 261 Mio.). Trotz Verzicht auf Multipack-Aktionen entwickelten sich die Aktionsumsätze stabil. Mit den seit November laufenden Hauszustellungen in Oberösterreich ist man sehr zufrieden. Derzeit seien es 10 bis 15 pro Tag, sagte Böhm. Jede zweite Bestellung im Raum Linz werde noch am selben Abend geliefert, 32 Prozent am nächsten Tag per Post. Ein Fünftel der Kunden nutze die 2 Abholstationen in Traun und Enns, bis 2016 soll es 50 solcher Terminals geben. Sie seien auch dort möglich, "wo sich kein Nah&Frisch-Kaufmann mehr drübertraut", so Böhm. Die Lieferungen ins Haus werden heuer deutlich ausgebaut, auch in Niederösterreich und Salzburg.

2015 möchte man mit E-Commerce "das Umsatzvolumen von zwei guten Filialen, etwa 3 Mio. Euro" erreichen. Im Lebensmittelbereich liege der Marktanteil derzeit bei bis zu einem Prozent, gab Böhm an, die Generation "post-google" habe aber ein anderes Einkaufsverhalten und werde den Gesamtmarkt verändern. Da wolle Pfeiffer vorne dabei sein. Haltbares wie Reis oder Nudeln soll online bestellt werden. Das neue Format des Multi-Channel-Stores biete dafür eine größere Auswahl an frischen Produkten ergänzt von Extras wie Schauküche, Beratungsinsel und Kochseminaren. Sollte sich der Testmarkt in Wels bewähren, folgen weitere Standorte.

Im Gastronomie-Großhandel erwirtschaftete C+C Pfeiffer im Vorjahr - inklusive Schlacher - 465 Mio. Euro (ohne Schlacher: 448,7 Mio. - 2013: 429 Mio.). Bis 2017 peilt man die Marktführerschaft bei den Getränken an, Schlacher soll nicht die letzte Erweiterungswelle gewesen sein.

Im Großhandel für Kaufleute (455/268 davon treten unter Nah&Frisch auf) gab es ein Umsatzminus von 1,57 Prozent von 107,8 (2013) auf 106 Mio. Euro. Das liege an 8 bis 10 geschlossenen Standorten in guter Lage, die nicht sofort nachbesetzt werden konnten, so Schönleitner. 15 Prozent der Großhandelskunden seien Vereine, die die Nahversorgung sichern. Bei Nah&Frisch sollen die Konzepte Abholstation und Webshop ebenfalls geprüft werden. Durch Synergien im Category-Management von Zielpunkt, Unimarkt und Nah&Frisch sollen Aktionen im Einzelhandel punktgenau koordiniert werden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro