Oö. Möbelhersteller Gruber und Schlager stellte Konkursantrag

Der oberösterreichische Möbelhersteller Gruber + Schlager GmbH mit Sitz in Ort im Innkreis hat am Freitag beim Landesgericht in der Bezirksstadt Ried im Innkreis einen Konkursantrag gestellt. Das teilte das Unternehmen in einer Presseaussendung mit. Demnach wäre die Zukunft des Unternehmens auch mit zusätzlichen Millionen Euro nicht mehr zu sichern gewesen.

Laut Antrag stehen Aktiva von 3,46 Millionen Euro, von denen 2,71 Millionen zugunsten der Banken verpfändet bzw. abgetreten sind, Passiva von 6,31 Millionen Euro gegenüber. Insgesamt 90 Dienstnehmer sind von der Insolvenz betroffen.

Die Firma wurde 1956 von den beiden Tischlermeistern Johann Gruber und Johann Schlager gegründet. Der damalige Fünf-Mann-Betrieb in Familienbesitz produzierte zunächst erfolgreich hochwertige Massivholzmöbel für das In- und Ausland. Doch - so die Analyse des aktuellen Managements - leide die österreichische Möbelindustrie unter einem intensiven Verdrängungswettbewerb. Gerade Hersteller hochwertiger Möbel würden einen Rückgang der Kundschaft aus der Mittelschicht verzeichnen. Zudem habe es aus heutiger Sicht in den vergangenen fünf Jahren teils grobe Management-Fehler gegeben: Fehlende beziehungsweise mangelhafte Produktentwicklung, keine Anpassung an den Markt und Repositionierungsversuche ohne klares Konzept sowie Schwächung des Vertriebs. Weiters habe die aktuelle Kollektion bei weitem nicht die erwartete Abnehmerschaft erreicht und zu einem weiteren Verfall des Umsatzes geführt.

2013 - als das Unternehmen de facto vor dem wirtschaftlichen Aus stand - stieg im November die in der Immobilienbranche tätige Kerbler Holding mit zunächst 50 Prozent ein. Kurz danach, im Dezember, übernahm sie aufgrund der prekären wirtschaftlichen Situation - nicht bezahlte Gehälter, offene Forderungen von Finanz und Sozialversicherung - das Unternehmen zur Gänze. Im vergangenen Jahr waren immer wieder Zuschüsse des Eigentümers notwendig. Ein jetzt erstelltes Restrukturierungskonzept ergab einen Liquiditätsbedarf von weiteren 3,8 Mio. Euro, um den Betrieb nur für heuer aufrecht zu erhalten. "Dennoch hätte die Zukunft des Unternehmens selbst mit einem solchen Geldzufluss nicht über das Jahr 2015 hinaus nachhaltig gesichert werden können", heißt es in der Presseinformation.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht