Oö. Kunststoffverarbeiter KK Composites insolvent

Micheldorf/Steyr (APA) - Der oberösterreichische Kunststoffverarbeiter KK Composites GmbH in Micheldorf im Bezirk Kirchdorf an der Krems ist insolvent. 46 Mitarbeiter sind davon betroffen. Das Unternehmen hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Steyr beantragt, teilten die Gläubigerschutzverbände Creditreform und KSV1870 in Presseaussendungen am Freitag mit.

Die Firma ist spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung von Baugruppen und Komponenten aus Faserverbundwerkstoffen. Sie wurde 2014 gegründet und hat die Tätigkeit einer früheren Gesellschaft übernommen. Seither wurde in Richtung hochwertigerer und komplexerer Produkte, in einen neuen Standort, neue Maschinen und zusätzliches Know-how investiert. In die finanzielle Schieflage sei sie laut eigenen Angaben im Insolvenzantrag unter anderem durch einen weiter verstärkten Lohndruck in Richtung Süd-Ost-Europa sowie das unverschuldete Wegbrechen der Produktion für einen Großkunden geraten. Wegen der hohen anstehenden Personalzahlungen per Ende November und Dezember sei es zu einer Liquiditätsenge gekommen, die kurzfristig nicht behoben werden könne. Passiva von rund 2,9 Mio. Euro stehen Aktiva von circa 2 Mio. Euro gegenüber.

Das Unternehmen strebt eine Fortführung des Betriebes unter Beibehaltung einzelner Teilbereiche an. Es ist mit einer Serienproduktion Alleinlieferant für einen großen Landmaschinenhersteller. Ein Lieferabriss hätte gravierende Auswirkungen auf dessen Fertigung. Auch für die Abarbeitung bestehender Projektaufträge, für die nur mehr ein beschränkter Materialeinsatz notwendig ist, wird plädiert. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent in Ratenzahlungen binnen zwei Jahren geboten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte