OÖ. Kfz-Logistiker Hödlmayr 2017: Bester Umsatz, zweitbestes Ergebnis

Linz/Schwertberg (APA) - Der oö. Fahrzeuglogistiker Hödlmayr mit Sitz in Schwertberg (Bez. Perg) hat 2017 mit 275 Mio. Euro den bisher besten Umsatz und das zweitbeste Ergebnis erzielt. Der Wegfall eines Auftrages im Volumen von 20 Euro konnte wieder wettgemacht werden. Das berichtete Firmenchef Johannes Hödlmayr in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz.

Der Umsatz ist demnach im vergangenen Jahr von 270 auf 275 Mio. Euro gestiegen. Das wirtschaftliche Ergebnis nennt das Familienunternehmen nicht, es sei das zweitbeste in der Firmengeschichte und damit sei er zufrieden, sagte Hödlmayr. Laut Firmencompass erwirtschaftete die Gruppe 2016 ein Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 13,2 Mio. Euro. Für 2017 liegen noch keine Zahlen vor.

Ein Mitbewerber hat ihm im April vergangenen Jahres den vor 9 Jahren aufgebauten Auftrag für den Transport von Dacia-Fahrzeugen aus Rumänien weggeschnappt. Große Teile davon konnten innerhalb kürzester Zeit wieder wettgemacht werden. Der Transport erfolgte mit Ganzzügen. Ihre Zahl ist deshalb auf 12 zurückgegangen, die Strategie sei aber, wieder die vergangenen 20 zu erreichen.

Optimistisch stimmt ihn dabei, dass es Aufträge gibt, ab Juli BMW von Leipzig in die Exporthäfen und ab August Jaguar-Autos von Graz nach Seebrügge in Belgien zu schaffen. Bei einem vorsichtig geschätzten Wachstum des europäischen Kfz-Marktes von 3 bis 4 Prozent geht er für heuer von einer positiven Entwicklung seines Unternehmens aus. Er will weiter am Optimierungsrad in seiner Firma mit 1.800 Mitarbeitern in 16 europäischen Ländern drehen. Hödlmayr verfügt über 780 Fahrzeugtransporter mit einem Volumen für 1,75 Mio. Fahrzeuge. Darüber hinaus werden verschiedene weitere Dienstleistungen erledigt - unter anderem als Releasing Agent in 6 Werken namhafter Automobil-Hersteller mit der Qualitätskontrolle für 1 Mio. Neufahrzeuge, aber auch Pakete für die Komplettierung von Firmen-Fahrzeugen mit einer einheitlichen Aufmachung und auch technischen Umbauten - beispielsweise für die Post.

Für die weitere Zukunft ist der Firmenchef überzeugt: "Wir gehen einer spannenden Zeit entgegen" und verlangt ein rasches Maßnahmenpaket. Schon jetzt würden in Deutschland 45.000 Lkw-Fahrer fehlen. Das könnte zum "Bremsklotz" für die gesamte Wirtschaft werden. "Wenn es nicht bald gelingt, mehr Menschen dazu zu bewegen, diesen Beruf zu erlernen und auszuüben stehen wir mittelfristig vor einem echten Fiasko". Zum Heben der Attraktivität seien finanzielle Anreize notwendig - derzeitiges Einstiegsgehalt 2.500 Euro brutto. Aber auch Verbesserungen beim Ansehen des Berufsbildes und den Arbeitsbedingungen seien gefragt. Hödlmayr nennt ein konkretes Beispiel: "Wenn man die Fahrer bei der Anlieferung von Produkten auf das Entladen stundenlang warten lässt ohne die Möglichkeit der Benutzung einer Toilette zu bieten, ist das nicht gerade wertschätzend."

Auch in technologischer Hinsicht erwartet er große Umbrüche etwa durch autonomes Fahren. Deshalb beteiligt sich Hödlmayr an einem für 5 Jahre anberaumten Projekt für "Lkw-Platooning" in Oberösterreich - zwei oder mehrere Fahrzeuge werden über eine "elektronische Deichsel" verbunden, was bis zu 15 Prozent Spritersparnis möglich machen soll. Die Lenker sollen während der Fahrt Administrations- und Kommunikationsarbeit erledigen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro