Oö. IFN will Mehrheit bei finnischem Fensterzeuger

Traun/Vaasa (APA) - Die oberösterreichische IFN-Holding AG (Internationales Fensternetzwerk) mit seiner bekanntesten Marke "Internorm" will mehrheitlich beim finnischen Fenster- und Haustürenhersteller Skaala Oy einsteigen. Das teilte IFN in einer Presseaussendung am Freitag mit. Es handelt sich um einen weiteren Schritt Richtung Nordeuropa.

Derzeit werde noch mit Skaala verhandelt. IFN-Vorstand Johann Habring rechnet auf APA-Anfrage damit, dass in frühestens zwei Wochen Klarheit über das Ergebnis vorliegt. Dann sollen weitere Informationen erfolgen. Das 1956 gegründete Familienunternehmen Skaala mit einem Umsatz von rund 95 Mio. Euro ist Marktführer am finnischen Fenstermarkt. Die rund 550 Mitarbeiter erzeugen dort Fenster und Türen aus Holz und Holz/Aluminium in sechs Produktionsstätten. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Ylihärmä in Mittelfinnland nahe Vaasa. Mit Verkaufsbüros ist Skaala neben Finnland auch in Schweden, UK und Russland tätig.

Die IFN hatte 2015 gemeldet, dass sie 75 Prozent des dänischen Fenster- und Türenherstellers Kastrup Vinduet Holdings ApS mit Sitz in Holstebro übernommen habe. Mit dieser Beteiligung bekam man geeignetere Produkte für den britischen Markt und für den Markteintritt in Nordeuropa. Im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum, wo die von IFN ausschließlich erzeugten Dreh-Kipp-Fenstersysteme Standard sind, werden in Nordeuropa fast ausschließlich nach außen öffnende Fenster sowie nach oben öffnende Schiebefenster eingebaut. Die Strategie in Richtung UK werde allerdings aktuell weniger wegen Brexit als vielmehr durch den ungünstigen Wechselkurs verzögert, erläuterte Habring.

Unter dem Dach des Internationalen Fensternetzwerks (IFN Holding) sind die Marken Internorm (mit Werken in Traun, Sarleinsbach, Lannach sowie einem Vertriebsnetzwerk in 21 Ländern), Topic (Sarleinsbach), der Fassadenbauer GIG in Attnang-Puchheim), HSF (Malacky/Slowakei), Schlotterer (Adnet) und Kastrup (Holstebro, Skive und Vildbjerg/Dänemark) zusammengefasst. Die Produktpalette umfasst Fenster, Hauseingangstüren, Fassaden und Sonnenschutzsysteme. Die IFN Gruppe beschäftigt derzeit rund 3.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von 495 Mio. Euro.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro