Onlineapotheken: Apothekerverband fordert schärfere Bestimmungen

Streit um Online-Medikamente: Der Apothekerverband verlangt verschärfte Regeln für den eben erst liberalisierten Arzneimittelversand. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser hält dagegen. Sie will den Onlinehandel grundsätzlich nicht durch Vorschriften verunmöglichen.

Der Apothekerverband verlangt härtere Durchführungsbestimmungen für den eben erst liberalisierten Onlinehandel für rezeptfreie Medikamente innerhalb Österreichs. Christian Müller-Uri, der Präsident der Berufsvertretung selbstständiger Apotheker fordert demnach vom Gesundheitsministerium „die Ungleichheiten zwischen dem stationären Handel und den Onlineversendern noch auszumerzen“. Obwohl die grundsätzliche Freigabe für heimische Apotheken ab Juni 2015 gesetzlich bereits beschlossen ist, fehlen noch die Durchführungsverordnungen, bestätigt das Gesundheitsministerium.

Geht es nach Müller-Uri soll etwa ein „Nachtdienstausgleichsfonds“ etabliert werden, in den die Betreiber von Webshops einzahlen müssten. Vor jedem Onlineeinkauf von Arzneimitteln sollte zudem ein mehrstufiges Webformular verpflichtend ausgefüllt werden müssen, in dem Kunden Risikobewusstsein oder Beratungsleistungen bestätigen. Und um die Logistikkette kontrollieren zu können, sollte die verpflichtende Kennzeichnung der Pakete als Arzneimittellieferung vorgeschrieben werden.

Ob die Apotheker ihre Forderungen noch durchsetzen können, bleibt unklar. Aus dem Büro von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser heißt es dazu lediglich, man wolle den Onlinehandel grundsätzlich nicht durch zu viele Vorschriften verunmöglichen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro