Online-Vermieter: Wien will noch im Sommer Einigung mit Airbnb

Wien (APA) - Die Stadt Wien ist zuversichtlich, dass es mit dem größten Online-Zimmervermieter bald zu einer Lösung in der Frage um die Abgabe der Ortstaxe kommt. "Die Verhandlungen mit Airbnb laufen derzeit gut und unser Ziel ist es, diesen Sommer noch zu einem Abschluss zu kommen", hieß es aus dem Büro von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) gegenüber der APA. Die Gespräche ziehen sich schon über ein Jahr.

Auch Airbnb ist "optimistisch, sehr bald zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu kommen", ließ eine Sprecherin die APA in einer schriftlichen Stellungnahme wissen. Das Unternehmen strebt eine automatisierte, digitale Lösung an, wie sie bereits in "zahlreichen anderen Städten" gut funktioniere. Auch mit einer weiteren größeren Plattform steht die Stadt in Verhandlungen zur automatisierten Abgabe der Ortstaxe. Hier dürfte eine Einigung ebenfalls bevorstehen.

Wien hat im Vorjahr im Zuge einer Reform des Wiener Tourismusförderungsgesetzes neue Bestimmungen für Online-Plattformen eingeführt. Herzstück ist die verpflichtende Datenübermittlung an die Stadt, um die Abführung der Ortstaxe sicherzustellen. Als Alternative können die Anbieter Vereinbarungen mit dem Rathaus treffen, um etwa die Ortstaxe selbst einzuheben und gesammelt an die Stadtkasse abzuführen.

Insgesamt ist die Stadt mit 19 Plattformen in Kontakt. Von zwölf Anbietern stehen ihr die Daten zur Verfügung. Fünf Plattformen kommen ihrer Verpflichtung nicht nach, gegen sie sind Verwaltungsstrafverfahren anhängig.

Die MA 23 (Wirtschaft, Arbeit und Statistik) schätzt, dass von den rund 900.000 in Wien vorhandenen Wohnungen derzeit etwa 7.000 bis 8.000 Wohnungen auf Web-Plattformen angeboten werden. Laut einer Studie der Technischen Universität (TU) Wien werden dem Wohnungsmarkt in Wien durch Online-Zimmervermieter ungefähr 2.000 Wohnungen dauerhaft entzogen.

Die strengeren Rahmenbedingungen und die damit verbundene Info-Offensive der Stadt haben bei den Unterkunftgebern offenbar Wirkung gezeigt. Die Zahl der Ortstaxekonten im Bereich der Privatzimmervermietung, also jener Bereich, in den Vermietungen über Online-Plattformen vorwiegend hineinfallen, stieg seit dem 1. Jänner 2016 beinahe um das Vierfache, nämlich von 560 auf 2.153. Die Gesamteinnahmen aus der Ortstaxe betrugen im Zeitraum Jänner bis Juni 2018 etwa 11,6 Mio. Euro.

Berlin (APA/dpa) - Apple-Chef Tim Cook hat die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) als Basis für einen weltumspannenden Datenschutz gelobt. "Ich bin ein großer Fan der DSGVO. Sie stellt aber noch nicht alles dar, was gemacht werden muss", sagte er am Sonntag in Berlin der Deutschen Presse-Agentur.
 

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Apple-Chef Cook in Berlin: DSGVO ist Vorbild für globalen Datenschutz

London (APA/dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler will seine Zuliefertochter Magneti Marelli für 6,2 Mrd. Euro an den japanischen Autozulieferer Calsonic Kansei verkaufen. Damit entstehe ein neuer Gigant in der Branche mit einem Umsatz von 15,2 Mrd. Euro im Jahr, erklärten die Konzerne am Montag gemeinsam in London. Dadurch entstehe die Nummer 7 in der Branche.
 

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Fiat Chrysler verkauft Zulieferer Magneti Marelli an Japaner

Dublin (APA/dpa) - Der Billigflieger Ryanair muss den ersten Gewinnrückgang seit fünf Jahren verdauen. Der Gewinn sank im ersten Geschäftshalbjahr um 7 Prozent auf 1,20 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Als Gründe für den Gewinnrückgang nannte Ryanair die Streiks, hohe Kerosinpreise, geringere Ticketpreise und Ersatzzahlungen wegen der EU-Fluggastrechte.
 

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Erster Gewinnrückgang bei Ryanair seit Jahren