Online-Handel als Verkehrsproblem: VCÖ sucht preiswürdige Lösungen

Wien (APA) - Die Digitalisierung verändert unsere Entscheidungen, wie wir uns fortbewegen oder unsere täglichen Güter transportieren - auch in der Bundeshauptstadt. Grund dafür sind neue Service- und Sharing-Möglichkeiten, aber auch der Online-Handel. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) sucht nun Ideen, wie die Mobilität der Zukunft möglichst umweltverträglich vonstattengehen kann.

Die besten Projekte werden wieder mit dem jährlich vergebenen "Mobilitätspreis" prämiert. Unternehmen, Schulen, Unis, aber auch Vereine oder Bezirke können ihre Vorschläge bis 10. Juni einreichen. Privatpersonen sind aufgerufen, Ideen für eine bessere Umweltbilanz in Sachen Fortbewegung auszutüfteln. Die Gewinner werden im September ausgezeichnet.

Denn der digitale Wandel bedeutet nicht automatisch weniger Verkehr, wie VCÖ-Sprecher Christian Gratzer am Montag in einer Aussendung mit Verweis auf das Einkaufen im Internet betonte: "Auch wenn der Online-Handel in der Theorie das Potenzial hat, Verkehr zu vermeiden, passiert in der Praxis derzeit leider das Gegenteil. Zu den privaten Einkaufsfahrten kommt zusätzlicher, häufig ineffizient abgewickelter Lieferverkehr durch Paketdienste."

Allerdings bringt die neue Technik auch Chancen, nannte Gratzer etwa Apps, welche die Routenplanung und Fahrplanabfrage erleichtern. "Diese Entwicklung wollen wir weiter vorantreiben, denn viele der neuen Tools helfen, Staus zu vermeiden, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln einfacher und attraktiver zu machen", ergänzte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) in der Aussendung.

Eine Weiterentwicklung könnten "Mobilitätspakete" sein, die etwa den Öffi-Verkehr, Car- und Bike-Sharing und eine gewisse Anzahl von Taxifahrten inkludiert. Der Nutzer muss dann nur noch sagen, wohin er gelangen möchte. Die Kombination der Verkehrsmittel plus Abrechnung organisiert eine Plattform. Vergleichbar seien solche Paketlösungen, wie es sie u.a. schon in Schweden gibt, mit Handytarifen, die je nach Umfang bestimmte Gesprächsminuten und Datenvolumina umfasst.

Laut VCÖ werden derzeit in Wien täglich mehr als eine Million Arbeitswege zurückgelegt - 27 Prozent davon mit dem Auto. Im Fall der 820.000 täglichen Einkaufswege macht das Auto in etwa ein Fünftel aus.

(S E R V I C E - Informationen und Einreichunterlagen für den Wiener Mobilitätspreis 2018 sind unter www.vcoe.at abrufbar oder telefonisch unter 01/8932697 zu erfragen.)

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los