OMV verkauft türkisches Gas-Kraftwerk Samsun an Bilgin Enerji

Wien (APA) - Die OMV hat für ihr langjähriges Sorgenkind, das Gaskraftwerk Samsun an der türkischen Schwarzmeerküste, nun endlich einen Käufer gefunden. Man habe mit der Yapisan Elektrik Üretim A.S., einer 100-Prozent-Tochter des türkischen Energiekonzerns Bilgin Enerji, einen Kaufvertrag abgeschlossen, teilte die OMV am Mittwoch mit. Der Abschluss der Transaktion wird im vierten Quartal erwartet.

Die Österreicher waren mit ihrem erst 2013 in Betrieb genommenen Erdgas-Kombikraftwerk in Terme, in der türkischen Provinz Samsun, schon lange "nicht glücklich", wie OMV-Chef Seele erklärt hatte. Das Kraftwerk mit einer Kapazität von 890 MW hatte rund 600 Mio. Euro gekostet, inzwischen mussten dafür hunderte Millionen Euro abgeschrieben werden. Verkaufsüberlegungen gab es schon seit 2015. Über den nun abgeschlossenen Kaufvertrag wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion muss noch von den türkischen Behörden genehmigt werden.

"Der Verkauf des Kraftwerks Samsun erfolgt in Übereinstimmung mit der OMV-Strategie 2025, die eine Optimierung des Portfolios vorsieht", sagte Downstream-Vorstand Manfred Leitner laut Aussendung. "Wir setzten damit den letzten Schritt, um unser strategisches Ziel zu erreichen, das Risikopotenzial eines nicht integrierten Stromgeschäfts zu reduzieren." Die OMV wird mit ihrem Sales- und Trading-Geschäft im Energiebereich in der Türkei präsent bleiben.

Bilgin Enerji investiert ausschließlich in Energieerzeugung und dabei vor allem in erneuerbare Energieträger, vor allem Wasser- und Windkraftwerke. Durch die Übernahme des Gaskraftwerks Samsun erhöht sich die Kapazität der Stromerzeugung von Bilgin auf 1.760 MW.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro