OMV-Tochter Petrom und Exxon bohren im Schwarzen Meer nach Gas

Die rumänische OMV -Tochter Petrom und der amerikanische Energieriese ExxonMobil erhoffen sich mit einer weiteren Explorationsbohrung im Schwarzen Meer mehr Aufschluss über ihren Gasfund. Die Bohrung finde 155 Kilometer vor der rumänischen Küste in einem Teil des Gasfeldes "Neptun" statt, teilte Petrom am Montag mit. Dabei handle es sich um die dritte Erkundungsbohrung auf diesem Feld. Die Daten aus der abgeschlossenen zweiten Bohrung würden derzeit ausgewertet. Explorationsbohrungen sind notwendig, um Aufschluss darüber zu bekommen, ob das vermutete Gasvorkommen erschlossen werden kann.

Die österreichische OMV war vor rund zwei Jahren gemeinsam mit ihrem 50:50-Partner Exxon auf das Gasfeld im Schwarzen Meer gestoßen. Bisherigen Schätzungen zufolge umfasse der Fund 42 bis 84 Milliarden Kubikmeter Gas. Die Gasreserven dürften damit so groß sein, dass damit der Bedarf der Alpenrepublik für viele Jahre abgedeckt werden könnte. Das tatsächliche Ausmaß lässt sich erst durch weitere Bohrungen, die allerdings sehr teuer sind, abschätzen. Bisher sei von den beiden Partner gemeinsam rund eine halbe Milliarde Dollar in die Erkundungsbohrungen dort investiert worden, sagte ein OMV-Sprecher. Insgesamt müsse etwa eine Milliarde Dollar in die Bohrungen dort gesteckt werden. Erste Lieferungen sind frühestens 2020 zu erwarten.

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