OMV-Streit: Wolf und Kemler erstatten Anzeige wegen Verleumdung

Wien (APA) - ÖIAG-Aufsichtsratschef Siegfried Wolf sowie ÖIAG-Vorstand und OMV-Aufsichtsratschef Rudolf Kemler haben im Zusammenhang mit dem Streit um den vorzeitigen Abgang von OMV-Chef Gerhard Roiss am Donnerstag über den Wiener Anwalt Norbert Wess Strafanzeige wegen Verleumdung gegen unbekannte Täter erstattet. Das berichtet der "Kurier" in seiner Freitagausgabe.

Im Mittelpunkt steht ein Schreiben, das der "Kurier" am 4. März erhalten hat. In dem Brief werden massive Vorwürfe gegen Wolf, Kemler und den Investor Ronny Pecik erhoben.

"Es werden in dem Schreiben völlig unwahre, kreditschädigende und strafrechtlich relevante Behauptungen über interne Vorgänge in der OMV aufgestellt", heißt es in der Anzeige von Wolf und Kemler. Es sei "völlig aus der Luft gegriffen und unrichtig, dass zwischen Wolf, der ÖIAG und Kemler eine Bonuszahlung in Höhe von 200.000 Euro vereinbart worden wäre". Kemler soll für den "Abschuss" von OMV-Chef Roiss eine Prämie in Aussicht gestellt worden sein, behauptet der Schreiber.

Es sei eine "glatte Lüge", dass Roiss unter Einsatz einer anonymen Anzeige zum Abgang gezwungen worden sei, sagt Wolf. Die anonyme Anzeige sei erst nach der Vertragsauflösung mit Roiss in Wolfs Briefkasten gelandet.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker