OMV profitierte in Q3 von besserer Raffineriemarge und Auslastung

Wien (APA) - Eine höhere Raffineriemarge und eine nach Revisionsarbeiten wieder bessere Raffinerie-Auslastung haben den österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV im dritten Quartal begünstigt. Auch der durchschnittlich realisierte Ölpreis legte, auf Dollar-Basis, zu. Einen positiven Effekt brachte auch eine Einigung in einem Rechtsstreit im Irak, wie die OMV am Freitag in ihrem Quartalszwischenbericht erklärte.

Die Gesamtproduktion der OMV lag im dritten Quartal im Schnitt bei 341.000 Barrel Öl-Äquivalent pro Tag, nach 339.000 boe/Tag im zweiten Quartal. Davon entfielen 166.000 (169.000) boe/Tag auf die rumänische Petrom.

Der im Schnitt realisierte Ölpreis betrug im Zeitraum Juli bis September 47,3 Dollar/Fass, nach 46,0 Dollar im vorhergehenden Quartal. Allerdings schwächte sich der Dollar im Quartalsvergleich gegenüber dem Euro ab: In Q2 war ein Euro im Schnitt lediglich 1,102 Dollar wert gewesen, in Q3 bereits 1,175 Dollar. Ein Jahr davor, im dritten Quartal 2016, hatte der durchschnittlich realisierte Ölpreis 43,33 Dollar je Barrel ausgemacht, der Euro kostete damals im Schnitt 1,117 Dollar.

Die OMV-Referenz-Raffineriemarge lag heuer im dritten Quartal mit 7,04 Dollar/Barrel deutlich über jener des zweiten Quartals (6,03 Dollar/Fass) und sogar fast doppelt so hoch wie im dritten Quartal 2016 (3,69 Dollar/Fass).

Nach Abschluss der Generalüberholung in Schwechat, die einige Tage länger als geplant gedauert und auch etwas mehr gekostet hatte, kam die OMV im dritten Quartal wieder auf einen Raffinerie-Auslastungsgrad von 96 Prozent, nach 77 Prozent im heurigen zweiten Quartal bzw. 97 Prozent im dritten Quartal des Vorjahres.

Im Upstream machte die Gesamtverkaufsmenge 28,4 Mio. boe aus, nach 28,5 Mio. boe im Vorquartal bzw. 27,4 Mio. boe im Vorjahresvergleich. Die Gesamtverkaufsmenge an Raffinerieprodukten lag im dritten Quartal mit 5,39 Mio. t jedoch tiefer als im zweiten Quartal (6,94 Mio. t) und auch nochmals deutlich niedriger als im vorletzten Vierteljahr 2016 (8,40 Mio. t). Die Erdgas-Verkaufsmengen bezifferte die OMV für Q3 mit 24,00 TWh, nach 25,97 TWh im Vorquartal bzw. 22,19 TWh im Vorjahresvergleich. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis lag mit 14,4 Euro/MWh unter dem Vorquartal (15,1 Euro), aber über dem Vorjahr (13,06 Euro/MWh).

Die Retail- und Commercial-Margen der OMV seien gegenüber dem Vorquartal gestiegen, heißt es.

Mit einem zweistelligen Euro-Millionen-Betrag positiv wirkt sich für die OMV eine Einigung in einem Rechtsstreit aus, die Ende August die Regionalregierung Kurdistan-Irak und Dana Gas PJCS, Crescent Petroleum und Pearl Petroleum ("Pearl", 10 Prozent OMV-Anteil) für die Felder Khor Mor und Chemchemal erzielt haben. "Die Auswirkung auf das operative Ergebnis vor Sondereffekten von OMV Upstream betrug rund 90 Mio. Euro in Q3/17", so die OMV: "Davon erhielt OMV ungefähr 60 Prozent als Dividende von Pearl", circa 40 Prozent seien auf ein zweckgebundenes Konto für künftige Investitionen in Khor Mor überwiesen worden.

Am 9. November will die OMV ihre gesamten Ergebnisse für das 3. Quartal veröffentlichen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne