OMV will bei Gazprom-Pipeline "Nord Stream" einsteigen

Die OMV will sich am Bau von zwei weiteren Strängen der Ostsee-Gaspipeline "Nord Stream" beteiligen, die russisches Erdgas nach Deutschland transportiert. Eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) hat OMV-Vorstand Manfred Leitner heute, Donnerstag, in St. Petersburg mit Gazprom-Chef Alexej Miller unterzeichnet.

Bei seinem Arbeitsreffen mit Miller habe Leitner auch unverbindlich vereinbart, eine mögliche Beteiligung der OMV an der Entwicklung weiterer Fördergebiete im russischen Öl- und Gasfeld Urengoy (Urengoj) zu prüfen. Im Fall einer Beteiligung könnte es auch zu einem Asset-Tausch kommen, teilte die OMV in einer Aussendung mit.

In der Nord Stream AG hält der russische Gasmonpolist mit 51 Prozent die Aktienmehrheit. Die BASF-Tochter Wintershall, von der auch der künftige OMV-Chef Rainer-Seele kommt, und die E.ON Ruhrgas halten je 15,5 Prozent und die holländische Gasunie sowie die französische GDF Suez je 9 Prozent.

Die beiden bestehenden Stränge der Nord-Stream-Pipeline verlaufen durch die Ostsee von Wyborg in Russland nach Lubmin in der Nähe von Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern). Einige Zahlen:

  • 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr können bereits die beiden heutigen Leitungsstränge der Ostsee-Pipeline Nord Stream von Russland nach Europa transportieren. Die zwei geplanten neuen Stränge sind auf die gleiche Kapazität ausgelegt.
  • Unternehmen und Privathaushalte in Europa können mit zwei Pipelines nach Nord-Stream-Angaben mindestens 50 Jahre lang versorgt werden.
  • Jeder der beiden Leitungsstränge ist 1.224 Kilometer lang.
  • Der Bau des ersten Strangs begann im April 2010, er wurde im November 2011 in Betrieb genommen. Der Bau des zweiten Strangs begann im Mai 2011, im Oktober 2012 ging er in Betrieb.
  • Eine der wichtigsten Quellen für die Pipeline ist das Erdöl-und Erdgasfeld Juschno-Russkoje (Yuzhno Russkoye) in Westsibirien. Es hat eine Produktionskapazität von 25 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr.
Luxemburg (APA/AFP) - Unternehmen können sich nicht missbräuchlich auf bestehende Steuerregeln berufen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied am Mittwoch, dass "missbräuchliche Praktiken von Wirtschaftsteilnehmern" von der Anwendung des EU-Rechts nicht gedeckt sind. Konkret bestätigte der EuGH eine Mehrwertsteuerforderung der Steuerbehörden in Irland für den Verkauf von Immobilien. (Az: C-251/16)
 

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EuGH-Urteil: Legal aber missbräuchlich heißt illegal

Luxemburg (APA) - Die landwirtschaftliche Produktion in der EU ist 2016 im Vergleich zu 2015 um 2,8 Prozent zurückgegangen. Österreich verzeichnete dagegen einen Zuwachs von 0,5 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, nahm sowohl die tierische (minus 3,3 Prozent) als auch die pflanzliche (minus 2,5 Prozent) Erzeugung in der EU ab.
 

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Agrarproduktion ging in EU um 2,8 Prozent zurück, Österreich mit Plus

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat sich Mittwoch bei der Präsentation ihrer Empfehlungen zu den Budgetentwürfen der Staaten für 2018 im Rahmen des Europäischen Semesters positiv über die wirtschaftliche Entwicklung gezeigt. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici jubelte über das beste Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren. Das durchschnittliche Defizit im Euroraum werde 2018 weniger als ein Prozent betragen.
 

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EU-Kommission erfreut über bestes Wirtschaftswachstum seit 10 Jahren