Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.

Derzeit hält Rusal 27,8 Prozent an dem Produzenten des Metalls Nickel, das unter anderem für Katalysatoren gebraucht wird. Potanin kontrolliert 30,4 Prozent der Aktien. Er will ein weiteres Paket von etwa 4 Prozent hinzukaufen, das seit 2012 dem Unternehmer Roman Abramowitsch gehört und eine wackelige Balance zwischen den großen Anteilseignern sichert.

Deripaskas Vermögen wurde von der Zeitschrift "Forbes" zuletzt auf 4,1 Milliarden Euro taxiert. Stärker als andere russische Industrielle hat er nicht nur Projekte des Kremls finanziert, sondern sich auch in die operative Politik einspannen lassen. Er soll unter anderem Paul Manafort, den zeitweiligen Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, für Lobbyarbeit bezahlt haben.

Aufsehen erregte zuletzt ein Bericht des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny, demnach Deripaska im Beisein eines Escort-Girls auf seiner Luxusjacht auch den Vizeministerpräsidenten Sergej Prichodko empfangen hatte. Prichodko gilt als einer der wichtigsten außenpolitischen Berater von Präsident Wladimir Putin.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte