Offshore-Konten seiner Frau verstärken Druck auf Islands Präsidenten

Reykjavik - Wegen mutmaßlicher Offshore-Aktivitäten seiner Frau gerät der langjährige Präsident von Island immer mehr unter Druck. Die "Süddeutsche Zeitung" und der "Guardian" berichteten am Dienstag, First Lady Dorrit Moussaieff habe vielfältige Verbindungen zu Offshore-Firmen sowie -Konten auf den Britischen Jungferninseln.

Vor laufender Kamera hatte Staatschef Olafur Ragnar Grimsson erst kürzlich gesagt, weder er noch seine äußerst vermögende Frau besäßen Offshore-Konten.

Den Berichten zufolge, die auf Daten der sogenannten Swiss Leaks beruhen, wird Moussaieff in internen Unterlagen der Sch weizer HSBC-Niederlassung als Begünstigte der auf den britischen Jungferninseln geführten Firma Jaywick Properties geführt. Isländische Medien berichteten, die Familie Moussaieff habe 2006 und 2007 80 Millionen Dollar bei der HSBC geparkt.

Ihr Mann Grimsson ist schon seit 1996 Präsident von Island und strebt eine sechste Amtszeit an, am 25. Juni wird gewählt. Während er noch am vorvergangenen Freitag beteuert hatte, weder er noch seine Frau hätten etwas zu verbergen, ließ er der "Süddeutschen Zeitung" nun mitteilen, er wisse nichts von den finanziellen Angelegenheiten seiner Frau.

Islands Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson war zurückgetreten, nachdem im Zuge der Affäre um die "Panama Papers" herausgekommen war, dass er Offshore-Beteiligungen verheimlicht hatte. Erst danach hatte sich Präsident Grimsson entschieden, sich im Juli um eine weitere Amtszeit zu bewerben, weil sein Land "Stabilität braucht". Im Herbst soll es vorgezogene Parlamentswahlen geben.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro