ÖVP St. Pölten weiter gegen Swap-Vergleich mit RLB

Der Vergleich im Rechtsstreit der Stadt St. Pölten mit der Raiffeisen-Landesbank (RLB) NÖ-Wien um ein Swap-Geschäft steht nach ÖVP-Informationen am 5. April an. Vizebürgermeister Matthias Adl, VP-Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl am 17. April, richtete am Donnerstag einen "letzten Appell" an Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ), den Vergleich nicht zu unterschreiben.

Die ÖVP setze sich dafür ein, dass der Steuerzahler nicht zum Handkuss kommt, sprach Adl in einer Pressekonferenz von einem durch den Vergleich entstehenden Verlust im Ausmaß von 45 Millionen Euro. Wenn der Schaden eintrete, werde die ÖVP eine Anzeige überlegen, kündigte er an.

Es sei ein "Rätsel", warum man sich nun vergleiche, wenn sich doch Stadler in der Vergangenheit bezüglich der Ungültigkeit des Geschäfts mit der RLB NÖ-Wien sicher gewesen sei. Daher sollte weiter prozessiert und "jeder Cent" von der Bank zurückgeholt werden, meinte der ÖVP-Politiker. Nach seiner Ansicht habe die Bank "grob fahrlässig" gehandelt und die Stadt getäuscht. Im Zusammenhang mit den Spekulationsgeschäften, die seit 2005 keinen Gewinn gebracht hätten, kritisierte Adl erneut, dass Stadler 2008 ohne Beschluss ein unlimitiertes Risikoprofil unterschrieben hätte.

"Auftakt zum Endspurt" nennt die ÖVP St. Pölten ihren offiziellen Wahlkampfauftakt am 30. März. Im h@us 2.1. der Volkspartei werden dazu auch Landeshauptmann Erwin Pröll und Außenminister Sebastian Kurz erwartet.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma