Oettinger mahnt EU im Handelsstreit mit USA zu Geschlossenheit

Berlin (APA/Reuters/dpa) - EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger mahnt die Europäische Union im Handelsstreit mit den USA zur Geschlossenheit. Männer wie US-Präsident Donald Trump liebten das Spiel "teile und herrsche", sagte Oettinger am Donnerstag dem Deutschlandfunk. Wenn er die EU spalten könne, dann "würden wir stark geschwächt sein und verlieren".

Trete die EU dagegen geschlossen auf, verfüge sie über eine hohe wirtschaftliche Autorität. Trump verachte Schwächlinge. Die EU dürfe nicht zu einer Art Juniorpartner der USA werden. Es gehe um eine Freundschaft auf Augenhöhe. Wer mit Sanktionen und Zöllen drohe, müsse wissen, dass er sich auch selbst schaden könne, sagte Oettinger mit Blick auf die US-Industrie.

Gleichzeitig übte Oettinger Selbstkritik: "Wir hätten vielleicht den Wahlkampf und die Ankündigungen von Trump für bare Münze nehmen müssen." Dieser versuche, egal ob es gute oder schlechte Argumente geben, seine Wahlkampfversprechen einzulösen - auch wenn sie Europa, der Welt und selbst Amerika schaden würden.

Sollte Trump seine Drohung mit Strafzöllen auf Stahl und Aluminium zurücknehmen, und ohne Erpressung frei verhandelt werden können, sei ein "beschränktes kleines TTIP" denkbar, das den Umbau, den Abbau und die Angleichung von Zöllen umfasse, sagte Oettinger weiter. Die USA haben angedroht, ab Juni Schutzzölle für Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU zu erheben. Sie begründen dies mit ungleichen Handelsbedingungen.

Memphis (Tennessee) (APA/Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat nach der Kritik an dem von ihm benannten Führungspersonal der Notenbank Widerspruch aus den Reihen der Währungshüter geerntet. Trump hatte die Zentralbank Fed für verrückt erklärt und die von ihm getroffene Personalauswahl als "nicht so glücklich" bezeichnet.
 

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Trumps scharfe Kritik an Währungshütern löst Widerspruch bei Fed aus

Stuttgart (APA/dpa) - Der deutsche Autobauer Porsche braucht mehr Personal für den Bau seiner Elektroautos. Für die Serienfertigung des Mission E Cross Turismo will der Sportwagenhersteller noch einmal 300 Stellen am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen schaffen, wie Porsche-Chef Oliver Blume am Donnerstag in Nürtingen beim Branchengipfel der Hochschule für Automobilwirtschaft ankündigte.
 

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Porsche stellt noch mehr Mitarbeiter für E-Auto-Produktion ein

Riad (APA/dpa) - Zu seiner großen Investmentkonferenz in Riad wollte Saudi-Arabien kommende Woche die Größen der Finanzwelt und Eliten der internationalen Wirtschaft in die Ölmonarchie locken. Doch das Verschwinden und die mutmaßliche Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat einen dunklen Schatten auf die aufwendig inszenierte Veranstaltung geworfen.
 

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"Future Investment Initiative" - Riads Plattform für Geldgeber