Österreichs Wachstumsrückstand zu Deutschland soll 2016/17 verschwinden

Die Ökonomen der UniCredit Bank Austria glauben, dass Österreichs Wirtschaft 2016 und 2017 im Wachstumstempo zum Euroraum und zu Deutschland aufschließen wird. Internationale Konjunkturrisiken würden derzeit weithin überzeichnet. Von den Schwellenländern gingen weiter keine ernsthaften Belastungen für die Industrieländer aus, heißt es in einer Analyse vom Montag.

Der Bank Austria Konjunkturindikator sei im Jänner leicht auf 0,1 Punkte gestiegen. "Erstmals seit September steht damit wieder ein kleines Plus vor dem Wert". Das bedeute, dass die jüngsten Turbulenzen auf den Finanzmärkten und die Sorgen um die internationale Konjunktur "Österreichs Wirtschaft keinen Einbruch beschert haben, auch wenn sie noch nicht aus der Stagnation herausgekommen ist", stellte Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer fest.
Die heimische Wirtschaft spüre Rückenwind, Stichwort: Steuerreform, niedriger Ölpreis, Euro-bedingte Exportvorteile - vor allem in den ersten Monaten 2016. "In der ersten Hälfte wird die österreichische Wirtschaft den Konjunkturhöhepunkt, also die stärkste Wachstumsphase des Jahres 2016, erreichen", erwarten die Bankökonomen. Der Rückenwind durch den niedrigen Ölpreis und den Euro-Wechselkurs werde nachlassen und somit die Wachstumsdynamik in das Jahr 2017 hinein etwas verlangsamen.
Für 2016 und 2017 sieht die Bank die Wirtschaft um jeweils 1,5 Prozent wachsen". Die Bank Austria liegt damit etwas unter den Prognosen von Wifo und IHS. Im Dezember sind die beiden Institute sowohl für 2016 als auch 2017 von einem realen Wirtschaftswachstum in Österreich von je 1,7 (Wifo) bzw. 1,6 (IHS) Prozent ausgegangen.
"Der Wachstumsrückstand Österreichs gegenüber dem Euroraum und Deutschland wird 2016 und 2017 nach unserer Einschätzung - gestützt auf den Sondereffekt Steuerreform - verschwinden", erwartet Bank Austria-Ökonom Walter Pudschedl.
Von der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten die Volkswirte der Bank eine nochmalige Lockerung der Geldpolitik.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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