Österreichs Sparkassen haben Kreditabschreibungen 2015 halbiert

Die österreichischen Sparkassen - unter ihnen die Erste Bank - haben 2015 mehr Kredite an private Haushalte und Unternehmen vergeben. Für faule Kredite mussten sie aber viel weniger zur Seite legen als im Jahr davor. Die Kreditrisikokosten sind um 53 Prozent auf 142,6 Mio. Euro gesunken. Auch 2016 wolle man im Kreditgeschäft stärker zulegen als die Konkurrenz, hieß es am Donnerstag,

Die Entwicklung bei den Kreditvorsorgen hat einen Anstieg des Verwaltungsaufwands um 2,7 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro mehr als wettgemacht. Fast die Hälfte des Anstiegs im Verwaltungsaufwand entfiel auf die Zahlungen zur neuen Einlagensicherung, geht aus den Ergebniszahlen 2015 hervor.

Der Zinsüberschuss legte um 3,9 Prozent zu, der Provisionsüberschuss um mehr als 4 Prozent. Erste-Bank-Chef Thomas Uher sprach von einem sehr soliden Ergebnis.

Trotz schwacher Wirtschaft und im siebenten Jahr der Niedrigzinsen sei das Betriebsergebnis auf 864,6 Mio. Euro (plus 3,4 Prozent) gestiegen. Unterm Strich wiesen die Sparkassen einen Nettogewinn von 539,8 Mio. Euro um, ein Zuwachs um 18,4 Prozent. 240 Millionen davon stammten von der Erste Bank.

Bei den Einlagen ging es in Summe weiter bergauf, die Spareinlagen waren aber rückläufig. Die Österreicher haben zuletzt mehr Geld auf ihren Girokonten liegen gelassen.

Auf Vollzeitdienstverhältnisse umgelegt ist der Personalstand im Jahresabstand um 210 auf 12.460 Beschäftigte gestiegen. Nach Köpfen gezählt beschäftigten Erste Bank und Sparkassen etwa 15.500 Leute im Land.

Wie andere Großunternehmen hat die Sparkassengruppe einen Wertschöpfungsbericht erstellen lassen. Demnach sicherten die Aktivitäten dieser Banken fast 31.500 Jobs in Österreich ab.

Die Sparkassen-Gruppe hat heute ihr Ziel bekräftigt, bald mehr als 4 Millionen Kunden in Österreich zu zählen. Ende 2015 waren es 3,46 Millionen.

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