Österreichs Industrie ist gut ins Jahr 2016 gestartet

Österreichs Industrie ist gut ins Jahr 2016 gestartet, die Erholung im Produktionssektor hat sich fortgesetzt. Der Bank Austria Einkaufsmanagerindex stieg im Jänner auf 51,2 Punkte und weist somit zu Jahresbeginn auf eine leichte Verbesserung der Industriekonjunktur hin. Auch in den kommenden Monaten erwarten die Ökonomen der Bank Austria weitere Produktionszuwächse.

Die heimische Industriekonjunktur konnte im Jänner auch fast zum höheren Wachstumstempo in Europa aufschließen. Produktions-, Auftrags- und Beschäftigungszuwächse kennzeichneten den etwas schwungvolleren Aufwärtstrend in Österreich. Dabei profitierte sie auch von den stark rückläufigen Rohstoffpreisen. Die Industriebetriebe verbuchten wieder etwas mehr Neuaufträge. Die Nachfrage aus dem Ausland fiel im Jänner allerdings etwas schwächer aus. Exportaufträge fehlen noch, die Inlandsnachfrage ist schwach.

Nach einem Plus von knapp über 2 Prozent im Vorjahr wird die Industrieproduktion in Österreich voraussichtlich 2016 wieder ihren langfristigen Wachstumspfad von 3 Prozent erreichen können, so Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer am Donnerstag in einer Presseaussendung. Der Index weist mittlerweile den zehnten Monat in Folge auf einen Aufwärtstrend hin.

Die Unsicherheit bei der Beurteilung der Geschäftsaussichten blieb zu Beginn des Jahres allerdings weiterhin hoch. Sie äußere sich nicht nur in einer vorsichtigen Planung der Personalkapazitäten sondern auch in einer gezielten Lageroptimierung zur Eindämmung der Kosten, so Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl.

Bereits im vierten Monat in Folge reduzierten die Industriebetriebe im Jänner ihre durchschnittlichen Verkaufspreise spürbar. Gleichzeitig profitierten sie von einer weiteren starken Verbilligung einige Rohstoffe - vor allem Rohöl und Stahl. Die Kostenentlastung sei aber nicht in vollem Umfang weitergegeben worden, heißt es.

Die Kapazitäten der Industriebetriebe sind nach wie vor nicht voll ausgelastet. Darauf weist auch der Mitarbeiterstand hin: Im Jahresdurchschnitt 2015 lag die Beschäftigung in der heimischen Industrie mit knapp 580.000 um fast 3.000 bzw. ein halbes Prozent unter dem Vorjahresniveau. Seit Herbst entstehen zwar wieder neue Stellen, die Bereitschaft, neue Mitarbeiter aufzunehmen, hielt sich zu Jahresbeginn aber in Grenzen, so die Ökonomen.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort