Österreichs Firmen bekommen Draht zu Forschung in Baden-Württemberg

Wien (APA) - Österreichs Firmen bekommen einen direkten Draht zu Forschung und Innovationen in Baden-Württemberg. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat dazu mit dem Industrie- und Handelskammertag des deutschen Bundeslandes (BWIHK) ein Technologieabkommen geschlossen. Für WKÖ-Präsident Christoph Leitl ist das eine "Traumhochzeit".

Baden-Württemberg hat knapp 11 Mio. Einwohner und 650.000 Unternehmen und wäre alleine gerechnet das fünftwichtigste Exportziel Österreichs. Außerdem werden 4,8 Prozent der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung investiert - damit ist das deutsche Bundesland alleiniger Spitzenreiter aller Regionen in der EU. Österreich mit seinen 500.000 Unternehmen sei aber ein ebenbürtiger Partner, meint Leitl und verweist darauf, dass die Steiermark ihrerseits auf eine Forschungsquote von 4,5 Prozent komme. Für ganz Österreich liegt sie bei 3 Prozent. In Baden-Württemberg wie in Österreich sind die Autoindustrie und Zulieferer stark vertreten, ihre Produkte dominieren den bilateralen Handel.

Auch Wolfgang Grenke, Präsident des BWIHK, findet, das Technologieabkommen komme "genau zur richtigen Zeit". Denn Baden-Württemberg habe zwar eine sehr hohe Forschungsquote, aber "die Investitionen bei kleinen Unternehmen sind uns zu gering". Geforscht werde vor allem bei den großen Unternehmen. Diese "Innovationsschere" könne auch für Österreich ein Thema sein, behoben werden könne sie am besten durch Kooperationen, sagte Grenke nach der Unterzeichnung des Abkommens am Donnerstag in Wien vor Journalisten. Entsprechende Vorteile erwartet er sich vom Abkommen für die Firmen seines Bundeslandes.

Das Abkommen eröffnet österreichischen Firmen den Zugang zu Forschungseinrichtungen in der Region Karlsruhe und Recherchemöglichkeiten nach Ansprechpartnern, Fachexperten und Kompetenzen von Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz. Hier ist eine Ausweitung auf österreichische Forschungseinrichtungen geplant.

Im Gegenzug bekommen Firmen aus Baden-Württemberg Einblick in österreichische Förderprogramme zu Forschung und Innovationen. Sie können die Forschungsinfrastrukturdatenbank einsehen und bekommen eine Förderberatung. Gemeinsame Veranstaltungen und ein fachlicher Austausch und Weiterbildung sind geplant.

Die zusätzlichen Kosten für die unbefristete Zusammenarbeit wird die WKÖ aus ihrem Budget für Außenwirtschaft (70 Mio. Euro) und go international (15 Mio. Euro) abdecken. "An den finanziellen Ressourcen wird es nicht scheitern", versichert Leitl. Der BWIHK habe eine - vom Verfassungsgericht bestätigte - Pflichtmitgliedschaft, wie die WKÖ auch. "Vor diesem Hintergrund können wir in Ruhe weiterarbeiten", sagt Grenke.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker