Österreichs Betriebe produzierten 2017 um 6,8 Prozent mehr

Wien (APA) - Unternehmen im Sachgüter- und Baubereich haben 2017 um 6,8 Prozent mehr produziert. Die Umsatzerlöse der 65.252 Betriebe mit ihren 909.034 Beschäftigten legten auf 277,3 Mrd. Euro zu. Arbeitstägig bereinigt machte das Umsatzplus sogar 7,4 Prozent aus. Weniger stark stiegen die Verdienste der Beschäftigen, nämlich um 2,8 Prozent auf brutto 39,4 Mrd. Euro, wie die Statistik Austria heute mitteilte.

Im Sachgüterbereich erhöhten sich die Umsätze um 7,5 Prozent auf 230,6 Mrd. Euro, im Baubereich um 3,5 Prozent auf 46,6 Mrd. Euro. Im Schnitt setzte ein Produktionsunternehmen mit durchschnittlich 14 Mitarbeitern rund 4,2 Mio. Euro um.

Die Energieversorger kamen auf einen kräftigen Zuwachs von 13,5 Prozent auf 38,1 Mrd. Euro. Betriebe der Wasserver- und Abfallentsorgung setzten mit 5,5 Mrd. Euro um 8,7 Prozent mehr um. Der größte Bereich, die Herstellung von Waren (inklusive Bergbau), erzielte ein Plus von 6,4 Prozent auf 183,7 Mrd. Euro, darunter die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Plus von 17,8 Prozent auf 16,7 Mrd. Euro. Kräftig angezogen hat auch die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+12,4 Prozent auf 7,3 Mrd. Euro) sowie die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+10,8 Prozent auf 13,0 Mrd. Euro). Um 0,9 Prozent auf 7,5 Mrd. Euro zurückgegangen ist dagegen die Herstellung von chemischen Erzeugnissen.

Im Baubereich glänzten der Kabelnetzleitungstiefbau (+46,8 Prozent auf 618,8 Mio. Euro) und der Tunnelbau (+18,2 Prozent auf 966,6 Mio. Euro). Der Bau von Bahnverkehrsstrecken ging dagegen um 39,7 Prozent auf 253,8 Mio. Euro zurück, der Sonstige Tiefbau verlor 20,3 Prozent auf 296,5 Mio. Euro. Die Produktion im Wohnungs- und Siedlungsbau zog um 7,0 Prozent auf 6,1 Mrd. Euro an, der Straßenbau ging um 5,8 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro zurück.

65.252 produzierende Betriebe bedeuten eine Zunahme von 1,5 Prozent, davon waren 30.378 im Sachgüterbereich und 34.874 (+0,8 Prozent) im Baubereich tätig.

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigen stieg insgesamt um 1,1 Prozent auf 909.034 Personen. Die Sachgüterbetriebe beschäftigten 670.263 Personen, am Bau waren 238.771 Personen beschäftigt.

Den Bruttoverdiensten (inklusive Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 39,4 Mrd. Euro (+2,8 Prozent) standen 1.480,3 Millionen geleistete Arbeitsstunden gegenüber, ein Plus von 1,3 Prozent. Auf dem Markt repräsentierten die gesamten Leistungen einen Wert von 273,8 Mrd. Euro, ein Plus von 6,9 Prozent. Der Produktionswert stieg somit arbeitstätig bereinigt um 7,5 Prozent.

Oberösterreich erwirtschaftete mit 17,8 Prozent der Betriebe 24,1 Prozent der gesamten abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Wien (13,4 Prozent Betriebe/17,8 Prozent der Produktion), Niederösterreich (18,5/16,6 Prozent) und der Steiermark (je 14,6 Prozent). Dabei waren in Oberösterreich knapp ein Viertel, in Niederösterreich und der Steiermark je rund ein Sechstel und in Wien rund ein Achtel aller unselbstständig Beschäftigten tätig.

Regional betrachtet wiesen das Burgenland (+16,8 Prozent), Tirol (+7,8 Prozent) und Kärnten (+4,9 Prozent) die höchsten Produktionssteigerungen auf. Einen leichten Rückgang gab es hingegen lediglich in Salzburg (-0,5 Prozent).

Die Auftragsbestände der Baubetriebe weiteten sich per Ende Dezember 2017 um 19,8 Prozent auf 12,5 Mrd. Euro aus. Am stärksten fiel der Anstieg in Vorarlberg mit +175,8 Prozent und Kärnten mit +38,2 Prozent aus, am geringsten in Salzburg mit +1,4 Prozent und dem Burgenland mit +1,7 Prozent.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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