Österreicher müssen immer höhere Mieten auf sich nehmen

Wien (APA) - Wer eine Mietwohnung sucht, hat sich damit abgefunden, dafür im Schnitt um fast ein Viertel mehr hinzublättern zu müssen als noch vor wenigen Jahren. Mittlerweile wird mit einer monatlichen Gesamtmiete von 14,30 Euro pro Quadratmeter gerechnet, wie aus der Nachfrage auf der Internet-Plattform ImmobilienScout24 zwischen Juli 2017 und Februar 2018 hervorgeht. Das sind um 22 Prozent mehr als 2014.

Damals lag der bundesweite Schnitt für die erwartete Monatsmiete bei 11,70 Euro pro Quadratmeter. In den westlichen Bundesländern zeigt die Kurve wesentlich steiler nach oben als im Osten. In Innsbruck etwa betrug der Zuwachs binnen drei Jahren sogar 45 Prozent und in Salzburg 35 Prozent. In Klagenfurt ist man auf eine um rund ein Drittel höhere Mieten eingestellt als drei Jahre davor - in Wien und St. Pölten auf ein Plus von etwa 25 Prozent. Die Angaben beziehen sich auf die Miete inklusive Betriebskosten (ohne Strom und Heizung).

Am häufigsten nachgefragt werden 70 Quadratmeter und 2,5 Zimmer. Mit einem Anteil von 62 Prozent wollte der überwiegende Teil der Wohnungssuchenden 2017 mieten, nur 38 Prozent wollten kaufen.

Die höchste Mietzahlungsbereitschaft herrscht in Innsbruck mit 19,60 Euro pro Quadratmeter und Monat und in Salzburg (18 Euro). Dahinter folgt Bregenz mit 16,70 Euro. 2014 war Bregenz (mit 14 Euro) noch das österreichweit teuerste Pflaster für Mietwohnungen.

In Eisenstadt werden derzeit die niedrigsten Mieten erwartet - laut Suchanfragen sind die Mieter bereit, höchstens 10,30 Euro pro Quadratmeter zu bezahlen. Ebenfalls relativ günstig eingeschätzt werden Graz (11,10 Euro) und Klagenfurt (11,50 Euro). 2014 galt die Kärntner Landeshauptstadt noch als billigster Mietwohnungsmarkt.

In Wien sind Wohnungssuchende im Durchschnitt darauf eingestellt, eine Miete von 14,60 Euro pro Quadratmeter zahlen zu müssen - das liegt nur geringfügig über dem österreichweiten Schnitt (14,30 Euro), aber deutlich unter Salzburg und den anderen Landeshauptstädten im Westen.

Die Werte für die Mietzahlungsbereitschaft wurden errechnet, indem die Einträge zur maximalen Miete in der Suchmaske auf der Immobilien-Plattform durch die gesuchte Mindestwohnfläche dividiert wurden.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver