Österreicher geben überdurchschnittlich viel für Urlaubsreisen aus

Wien (APA) - Österreicher lassen sich im Vergleich zu anderen EU-Ländern ihre Urlaubsreisen überdurchschnittlich viel kosten. Nur Luxemburger und Malteser geben laut einer Auswertung von Eurostat noch mehr aus. Im Jahr 2016 war den Österreichern demnach eine Reise im Schnitt 618 Euro wert, den Luxemburgern 811 Euro. Im EU-Durchschnitt waren es 355 Euro. Schlusslichter waren Lettland und Rumänien mit 124 Euro.

In Summe gaben die EU-Bürger 2016 für touristische Reisen im In- und Ausland 428 Mrd. Euro aus, davon entfielen rund 28 Prozent oder 120 Mrd. Euro alleine auf deutsche Staatsbürger. Die Deutschen waren neben den Franzosen und Briten die ausgabenfreudigsten Touristen. Sie kamen gemeinsam auf 59 Prozent aller Ausgaben. Die nicht zur EU gehörenden Schweizer gaben pro Reise mit 837 Euro noch mehr als die Luxemburger aus.

Die Österreicher ließen 2016 insgesamt 14,6 Mrd. Euro für Urlaubsreisen springen, davon 4,5 Mrd. Euro im Inland und 10,1 Mrd. Euro im Ausland. Bei einem Inlandsurlaub waren es durchschnittlich jeweils 373 Euro, bei einem Auslandsurlaub 874 Euro. Österreich lag damit über dem EU-Schnitt von 215 bzw. 762 Euro. Bei Reisen mit einer Übernachtung wendeten die Österreicher im Schnitt 131 Euro auf - 112 Euro im Inland und 141 Euro im Ausland. Österreich lag damit vor Malta (124 Euro), Dänemark und Luxemburg (je 120 Euro) an der Spitze der 28 EU-Länder. Der EU-Schnitt lag hier bei 70 Euro - 55 Euro im In- und 91 Euro im Ausland.

In sieben EU-Ländern gaben die Urlaubsreisenden mehr als die Hälfte der Gesamtausgaben im Inland aus. Den größten Anteil gab es in Rumänien (82 Prozent), Griechenland (76 Prozent) und Spanien und Italien (je 67 Prozent). Aber auch in Frankreich und Portugal (je 66 Prozent) und Bulgarien (61 Prozent) entfielen mehr als die Hälfte der gesamten touristischen Ausgaben auf Inlandsreisen. In Österreich waren es 31 Prozent. In den meisten Ländern entfiel aber mehr als die Hälfte der Ausgaben auf Auslandsreisen - mit Luxemburg (99 Prozent), Belgien (93 Prozent) und Malta (91 Prozent) an der Spitze. In Österreich waren es 69 Prozent.

In allen EU-Ländern fielen die höchsten Ausgaben bei einer Urlaubsreise mit vier oder mehr Übernachtungen an - nur in Schweden waren die Ausgaben für eine kürzere Reisen höher.

94 Prozent aller touristischen Reisen erfolgten innerhalb der EU. 74 Prozent waren inländische Reisen, 20 Prozent führten in andere EU-Länder. Die inländischen Reisen machten aber nur 45 Prozent der gesamten touristischen Ausgaben aus, 34 Prozent entfielen auf Reisen ins EU-Ausland. In Summe wurden also 79 Prozent der gesamten Urlaubsausgaben innerhalb der EU ausgegeben. Auf die 6 Prozent ins Nicht-EU-Ausland gehenden Reisen entfielen 21 Prozent der gesamten Urlaubsausgaben. Am meisten ausgegeben wurde für Reisen nach Amerika (7 Prozent) und Asien (6 Prozent). 5 Prozent entfielen auf europäische Reiseziele außerhalb der EU, 2 Prozent auf Afrika und 1 Prozent auf Ozeanien.

Der größte Teil der touristischen Ausgaben musste für die Unterbringung aufgewendet werden, nämlich 37 Prozent. Auf den Transport entfielen 31 Prozent und 32 Prozent machten verschiedene andere Kosten aus. Die Transportkosten für Reisen ins Ausland war um 11 Prozentpunkte höher als bei Inlandsreisen, für die Unterbringung lagen die Ausgaben im Ausland dagegen nur um 5 Prozentpunkte höher als im Inland.

Für eine Reise mit Hotelübernachtung wurden im Schnitt jeweils 558 Euro aufgewendet, mit eigenen Ferienhaus 178 Euro und mit Unterbringung bei Freunden oder Verwandten 152 Euro. Gemietete Unterkünfte kosteten im Schnitt 45 Euro pro Nacht - mit einer Bandbreite von 22 Euro für Campingplätze bis 57 Euro für Hotels.

Die Höhe der Ausgaben unterscheidet sich auch nach dem Alter der Reisenden. Touristen unter 35 Jahren stellten 26 Prozent der Ausgaben aber 30 Prozent der Reisen. Im Schnitt gaben sie 277 Euro (15 bis 24 Jahre alt) bzw. 329 Euro (25 bis 34 Jahre alt) aus. Alle darüber liegenden Altersgruppen gaben im Schnitt 375 Euro pro Reise aus. Touristen zwischen 45 und 54 Jahren waren mit 401 Euro die ausgabenfreudigsten.

64 Prozent der Ausgaben entfielen auf Urlaubs-, Freizeit- und Erholungsreisen. Besuche von Freunden und Verwandten machten zwar nur 16 Prozent der Ausgaben aber 36 Prozent aller Urlaubsreisen aus, wobei die Unterbringung dann oft kostenfrei ist. Ein typischer Besuch von Freunden oder Verwandten kostete weniger als die Hälfte einer durchschnittlichen Urlaubsreise.

16 Prozent der Tourismusausgaben entfielen auf Geschäftsreisen. Sie waren mit 507 Euro pro Reise am teuersten. Eine Übernachtung (150 Euro) war im Schnitt 2,4 mal so teuer als bei privaten Reisen (63 Euro).

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen