Österreicher vertrauen Feuerwehrleuten, Politikern nicht

Die Österreicher vertrauen Feuerwehrleuten, Krankenschwestern, Apothekern und Piloten, aber nicht der aktuellen Regierung und generell Politikern. Dies geht aus einer Umfrage des Medien- und Marktforschungsunternehmens Reader's Digest hervor. Bei den Institutionen steht die Ehe an der Spitze der Vertrauensskala, Banken und die EU rangieren im Schlussfeld.

Für die Studie "European Trusted Brands 2015" wurden mehr als 15.000 Konsumenten in Österreich sowie in der Schweiz, in Deutschland, Portugal, Finnland, Rumänien und Russland befragt. Feuerwehrleute erreichten in der Sparte Berufe nicht nur in Österreich (89 Prozent der Befragten hierzulande haben "großes Vertrauen"), sondern auch in den sechs anderen Ländern den höchsten Vertrauenswert.

Auf den Plätzen folgen Apotheker mit 92, Krankenschwestern (Pflegefachkräfte) mit 90 und Piloten mit 89 Prozent "sehr viel/ziemlich viel" Vertrauen. Politiker erreichten hier nur zehn Prozent und halten mit Immobilienmakler (neun Prozent) die rote Laterne. Zum Vergleich: In der Schweiz haben 18 Prozent "großes Vertrauen" in Politiker, in Rumänien zwei Prozent.

Österreicher schenken Politikern und Immobilienmaklern wenig Vertrauen

Auf die Frage, "Wem Vertrauen sie wenig/überhaupt nicht", führten 88 Prozent Politiker, 86 Prozent Immobilienmakler, 83 Prozent Callcenter-Mitarbeiter und 80 Prozent Autoverkäufer an. Fußballer gelten in der Alpenrepublik nicht als Götter: 82 Prozent der Befragten vertrauen Kickern nicht. Großes Vertrauen genießen generell die Familie (94 Prozent), Freunde (90 Prozent) und Nachbarn (66 Prozent).

Erstellt wurde auch eine Liste der "Institutionen": Hier steht die Ehe (66 Prozent) im Ranking "großes Vertrauen" in Österreich an der Spitze, gefolgt vom Radio (64 Prozent), dem Fernsehen (53 Prozent) und der Presse (44 Prozent). Detail am Rande: Bei den abgefragten Berufen meinten 66 Prozent, dass sie Journalisten wenig bis gar nicht vertrauen.

Nur 17 Prozent schenken der aktuellen Regierung viel Vertrauen (im Länderdurchschnitt: 28 Prozent). Nur die Werbeindustrie schnitt schlechter ab (14 Prozent). Der EU und dem Internet schenken jeweils 30 Prozent großes Vertrauen, den Banken 31 und der Kirche 37 Prozent.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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