Österreich wirbt in New York als regionaler CEE-Player um Investoren

Die Initiative 21st Austria macht am morgigen Mittwoch wieder in New York Station. Bereits zum vierten Mal geht diese Investorenkonferenz, die auch in London und Hongkong veranstaltet wird, in der US-Finanzmetropole über die Bühne. Es geht darum, US-Investoren vom Standort Österreich zu überzeugen und sie hierher aber auch ins benachbarte CEE-Ausland zu locken.

"Österreich positioniert sich dabei als EU-Land, das regional - also in Ostmitteleuropa und am Balkan - aber auch innerhalb der Union durchaus eine Rolle spielt", sagt Notenbank-Präsident Claus Raidl als Sprecher von "21st Austria" zum Zweck der internationalen Veranstaltungsreihe der Österreicher im APA-Gespräch. Als Redner treten diesmal in New York unter anderen Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP), Notenbankgouverneur Ewald Nowotny und Ambroise Fayolle, Vizepräsident der EIB auf.
Schelling sagte im Vorfeld der Veranstaltung zur APA, dass er "die Gelegenheit nutzen und bei der Investorenkonferenz für unseren Standort werben" werde. Der Finanzminister hebt die USA als wichtigen Partner für Österreich hervor: "US-Investoren sind mit einem Anteil von rund 25 Prozent die größten Anleger an der Wiener Börse." Auch sei Österreichs Standort besser als sein Ruf. "Das wissen die US-Investoren. Sie schätzen unser stabiles Umfeld und vor allem die hohen Ausbildungsstandards."
Freilich bleibt den US-Amerikanern ein Schuldenschnitt wie dieser Tage bei der Heta verborgen. Die Heta-Problematik war schon vor einem Jahr am Rande der Konferenz Thema gewesen. Schließlich sind auch US-Investoren davon betroffen.
Raidl freute sich über die vielen Anmeldungen heuer, es bestehe ein großer Informationsbedarf. Das "who is who" der relevanten Wall-Street-Adressen werde morgen kommen - Goldman, Morgan Stanley, Blackrock, AIG, Citi, Barron's und so weiter. Die 21st-Austria-Veranstaltung werde diesen und den anderen Teilnehmern heuer auch den sogenannten Juncker Plan bekannter machen, denn über diesen sei in den USA bisher wenig bekannt, wie eine Umfrage im Vorfeld gezeigt habe. Insgesamt zeige sich aber, dass die Einschätzung der Amerikaner von Europa sich positiv entwickle. So werde die Geldpolitik der EZB von US-Analysten gelobt. "Speziell Deutschland und Osteuropa werden als Wachstumsmärkte eingeschätzt."
Der Nutzen der Veranstaltung in Kooperation mit der Außenwirtschaft Österreich (Advantage Austria) und der Wiener Börse sei ein langfristiger, so Raidl. "Als wir vor vier Jahren begannen, sagten wir, wir müssen das Österreich-Bild umdrehen - weg von Geschichte a la 'Sound of Music' hin zu einem industrialisierten Land, das erfolgreich in Osteuropa ist." Meinungsbildner in den USA sollten im wirtschaftlichen Sinne praktisch nicht mehr alleine dem US-Volkswirt Paul Krugman glauben, der Österreich Probleme wegen des Ost-Engagements seiner Banken vorausgesagt hatte. Inzwischen sei die "einseitige Sichtweise" tendenziell schon Geschichte und es gebe eine "große Kommunikation mit Meinungsbildnern". Ein Dialog mit den Meinungsführern sei entstanden, so der 21st-Austria-Sprecher.

Frankfurt/Ludwigshafen (APA/Reuters) - BASF spricht über eine Fusion seiner Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit der vom russischen Milliardär Michail Fridman kontrollierten Dea AG. BASF würde die Aktienmehrheit an einem fusionierten Unternehmen halten, teilte der deutsche Konzern am Freitag mit. Mittelfristig sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option.
 

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BASF spricht über Fusion der Tochter Wintershall mit Dea

Frankfurt (APA/Reuters) - Eine neue Vorschrift zur Bilanzierung droht die Banken zu belasten. Basierend auf Informationen direkt überwachter Geldhäuser, die besser auf die Umstellung vorbereitet seien, betrage die negative Auswirkung auf die harte Kernkapitalquote (CET 1) im Schnitt geschätzte 40 Basispunkte, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mit.
 

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EZB - Neue Bilanzierungsregel knabbert Banken-Kapitaldecke an

Bonn/Frankfurt (APA/dpa) - Die Preisexplosion für innerdeutsche Flugtickets nach der Air-Berlin-Pleite ruft das deutsche Bundeskartellamt auf den Plan. Die Wettbewerbsbehörde hat entschieden, die Preise beim Branchenprimus, der AUA-Mutter Lufthansa, zu prüfen.
 

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Deutsches Kartellamt prüft Lufthansa-Preise nach Air-Berlin-Pleite