Österreich nahm 1,1 Mrd. Euro zu historisch niedrigen Zinsen auf

Wien - Die Republik Österreich hat am Dienstag am Kapitalmarkt 1,1 Mrd. Euro frisches Kapital aufgenommen. Die dabei von den in- und ausländischen Banken akzeptierten Konditionen waren so günstig wie noch nie. Die Aufstockung einer zehnjährigen Bundesanleihe um 440 Mio. Euro erzielte laut Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA eine durchschnittliche Rendite von nur mehr 0,558 Prozent.

Die akzeptierte durchschnittliche Rendite für eine um 660 Mio. Euro aufgestockte fünfjährige Bundesanleihe fiel laut ÖBFA auf nur mehr 0,025 Prozent.

Die heute bei den Auktionen erzielten Durchschnittsrenditen liegen in beiden Laufzeitenbereichen auch unter den aktuellen Sekundärmarktrenditen. Diese lagen im fünfjährigen Bereich gegen Mittag bei 0,058 Prozent und im zehnjährigen Laufzeitenbereich bei 0,583 Prozent. Bei der letzten Aufstockung im Dezember wurde eine durchschnittliche Rendite von 0,825 Prozent erzielt. In beiden Fällen konnten bei den heutigen Auktionen für den Staat sehr günstige Renditen erzielt werden.

Österreich benötigt im laufenden Jahr 2015 deutlich weniger frisches Kapital. Die Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA plant wie berichtet die Aufnahme von 22 bis 24 Mrd. Euro. Das sind um 20 Prozent weniger als die 29 Mrd. Euro, die 2014 aufgenommen wurden. Der größte Teil der Neuaufnahmen wird für Tilgungen auslaufender Bundesanleihen benötigt.

Das Volumen der Bundesanleiheemissionen wird von rund 21 Mrd. auf 15 bis 19 Mrd. Euro zurückgehen. Das restliche Volumen von bis zu 5 Mrd. Euro geht in Schatzscheine (T-Bills) oder EMTN (Euro Medium Term Notes). Dabei handelt es sich um mittelfristigen Schuldverschreibungen mit Laufzeiten zwischen ein und zehn Jahren. Die geplante Neuverschuldung entspricht in etwa 2 Prozent der gesamten Kapitalaufnahme der Eurozone.

Auch heuer sind wieder ein bis zwei syndizierte Anleihenemissionen geplant. Mit diesen eher großvolumigen Emissionen werden üblicherweise neue Bundesanleihen geöffnet. Bei den sonst üblichen monatlichen Auktionsterminen werden dagegen bereits im Markt befindliche Bundesanleihen aufgestockt. Neu hinzukommen sollen im kommenden Jahr sogenannte Floating Rate Notes (FRNs) unter österreichischem Recht.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte