Österreich konnte sich wieder etwas günstiger refinanzieren

Wien (APA) - Die Republik Österreich hat sich am Dienstag auf den internationalen Kapitalmärkten wieder etwas günstiger refinanzieren können. Bei der heutigen Aufstockung der jüngsten zehnjährigen Bundesanleihe konnte eine durchschnittliche Rendite von 0,834 Prozent erzielt werden. Zuletzt wurde sie im Februar mit einer Rendite von 0,861 Prozent aufgestockt.

Ein ebenfalls heute aufgestockter Bond mit einer Restlaufzeit von rund vier Jahren erzielte zum dritten Mal eine negative Rendite, diesmal von -0,039 Prozent. Bei der letzten Aufstockung im November 2017 waren es noch -0,287 Prozent.

Auch gegenüber der Vorwoche, als die heutigen Emissionen angekündigt wurden, gaben die Renditen nach. Vor einer Woche wurde die zehnjährige Emission am Sekundärmarkt noch mit 0,87 Prozent gehandelt, die kurze Laufzeit mit -0,01 Prozent.

"Wir haben heute eine exzellente Auktion gehabt", sagte der Chef der Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), Markus Stix, am Dienstag zur APA. Beide Laufzeiten seien auf sehr hohe Nachfrage gestoßen. Im kurzen Bereich habe die Überzeichnung das 2,5-Fache, im langen Bereich das 3,5-Fache betragen, beides definitiv Werte im oberen Bereich. "Die Nachfrage nach sehr guten Emissionen ist vorhanden", so Stix.

Der Spread zu den deutschen Benchmark-Anleihen hat sich mit sechs Basispunkte auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren verringert, im zehnjährigen Bereich lag er mit 18 Basispunkte um zwei Punkte höher als im Februar. Dabei handle es sich um normale Marktschwankungen, so Stix.

Die neue zehnjährige habe inzwischen ein Marktvolumen von 5 Mrd. Euro erreicht und sei somit auf allen Handelsplattformen verfügbar. Bei der vierjährigen Emission beträgt das Volumen 5,5 Mrd. Euro.

Mit der heutigen Auktion wurden laut Stix 40 Prozent des gesamten diesjährigen Finanzierungsvolumens abgedeckt. Allerdings gebe es noch immer kein vom Parlament genehmigtes Budget 2018. Insofern könnte der Finanzierungsplan für 2018 noch angepasst werden - nach oben oder nach unten.

Kein maßgeblicher Einfluss auf die heutige Auktion sei vom Ausgang der Italien-Wahl ausgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Märkte sehr volatil reagierten, sei heuer das Gegenteil der Fall gewesen. Markttreiber sei in den letzten beiden Monaten eher die USA gewesen. Aber auch die jüngste Diskussion über US-Strafzölle habe sich nicht signifikant am Anleihenmarkt ausgewirkt.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

Newsticker

Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

Newsticker

Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

Newsticker

IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen